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Gommiswald
05.08.2021
04.08.2021 23:14 Uhr

Gebüsste Party-Gänger in Gommiswald

Noch sind nicht alle Nachfolgen vom Frühlingsfest im Restaurant «Älpli» abgehandelt.
Noch sind nicht alle Nachfolgen vom Frühlingsfest im Restaurant «Älpli» abgehandelt. Bild: zVg
Noch ist die Angelegenheit mit der illegalen «Älpli-»Party in Gommiswald vom März nicht vom Tisch. Die Staatsanwaltschaft bittet die Gäste zur Kasse, lässt jedoch auch Gnade walten.

Mittlerweile ist es schon fast ein halbes Jahr her, seit in Gommiswald im Restaurant Älpli trotz Verbot eine Party durchgeführt wurde, welcher rund 90 Personen beiwohnten. Doch der Nachgeschmack liegt noch immer auf der Zunge: Im April zeigte die Gemeinde Gommiswald die Gastwirtin an. Nun erhielten diverse Gäste einen Strafbefehl von der Staatsanwaltschaft. Gemäss Information der Linth-Zeitung wurden bereits mehrere Dutzend Personen gebüsst.

«Gründe der Gleichbehandlung»

Ein Musiker, der an der Party auftrat, muss schliesslich samt Busse und besonderen Auslagen 330 Franken bezahlen. Anstatt einer Entscheidgebühr von üblicherweise 250 Franken wird diese auf 180 reduziert – aus Gründen der Gleichbehandlung.

Einen Tag ins Gefängnis

Eine Frau aus der Region erhielt damals gleich vor Ort eine Ordnungsbusse von 100 Franken, welche sie jedoch nicht bezahlte. Im Juni wurde sie deshalb im ordentlichen Verfahren verzeigt, wie die Linth-Zeitung berichtet. Dadurch erhöhte sich der zu bezahlende Betrag auf 280 Franken. Bezahlt sie dies nicht, so muss die Frau einen Tag ins Gefängnis.

Ausnahme der Staatsanwaltschaft

Eine andere Frau bezahlte ebenfalls ihre Ordnungsbusse zuerst nicht, nach der Einleitung eines ordentlichen Verfahrens dann jedoch schon. Da dies eigentlich zu spät ist, hätte die Staatsanwaltschaft ihr noch Verfahrenskosten verrechnen dürfen, worauf jedoch «ausnahmsweise» und aus «Gründen der Verhältnismässigkeit» verzichtet wurde.

Das Verfahren gegen die Wirtin und den Veranstalter ist noch hängig. Bild: Linth24

Kanton übernimmt 280 Franken

Ein weiterer Mann muss eine Ordnungsbusse von 100 Franken bezahlen. Zuerst wurde ein ordentliches Verfahren eingeleitet, was denn Beschuldigten ganze 380 Franken gekostet hätte. Die Staatsanwaltschaft korrigiert jedoch: Die 280 Franken Verfahrenskosten muss der Kanton übernehmen. Und zwar wegen einer «fehlerhaften Verfahrensführung der Behörden», so die Linth-Zeitung.

Weiterhin offen bleibt, wie die Sanktionen für den Redner, einen Garagisten aus Neuhaus und die Wirtin vom Restaurant aussehen werden.

Linth24