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Eschenbach
16.11.2020
16.11.2020 15:41 Uhr

Unfall in St.Gallenkappel war «fahrlässige Tötung»

Die Unfallstelle beim Restaurant Waldegg in St.Gallenkappel ist seit Jahren für ihre Gefährlichkeit bekannt.
Nach dem tödlichen Unfall im Februar 2020 in St.Gallenkappel verurteilt die Staatsanwaltschaft den Unfalllenker wegen fahrlässiger Tötung. Dieser zieht das Urteil weiter.

Am Abend des 4. Februar 2020 überquerte ein 61-jähriger Mann beim Restaurant «Waldegg» in St.Gallenkappel die Rickenstrasse und wurde dabei vom Auto eines 57-Jährigen erfasst. Bei der Kollision wurde der 61-Jährige laut Kantonspolizei St.Gallen mehrere Meter weggeschleudert und verstarb.

Vermeidbare Kollision

Nun hat die St.Galler Staatsanwaltschaft den 57-jährigen Autofahrer wegen fahrlässiger Tötung verurteilt, wie die Linth-Zeitung berichtet. Der Mann habe seine Pflichten wegen momentaner Unaufmerksamkeit und Beibehaltung der Geschwindigkeit verletzt und eine vermeidbare Kollision mit Todesfolge verursacht.

Die Staatsanwaltschaft setzte eine Geldstrafe von 5'000 Franken fest, die aber auf zwei Jahre Bewährung aufgeschoben wird. Zudem muss der Beschuldigte eine Busse sowie die Verfahrenskosten entrichten. Doch dazu wird es laut Linth-Zeitung zumindest vorläufig nicht kommen: Der Autofahrer will das Urteil anfechten.

Strassenverengung geplant

An der notorischen Gefahrenstelle beim Restaurant «Waldegg» ereigneten sich in den letzten zehn Jahren 14 Unfälle. Eine Entschärfung wird seit Längerem von der Gemeinde Eschenbach, dem Kanton und der Kantonspolizei erwogen, doch bislang hat sich wenig getan. Gemäss der Linth-Zeitung seien eine Mittelinsel und Eingangstore zur optischen Strassenverengung geplant. Eine Realisierung bis Sommer 2021 sei möglich.

Redaktion Linth24