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Kaltbrunn
17.07.2020

Käser hinter Gitter – Bauern glauben nicht daran

Käser Wick (rechts) muss 63 Monate in Haft. Bild: Archiv
Das Urteil über den Käser Karl Wick hat bei den regionalen Bauern eingeschlagen wie ein Bombe. Trotz Verurteilung vor dem St. Galler Kantonsgericht glauben sie nicht daran, dass Gerechtigkeit obsiegt.

Der Kaltbrunner Käseproduzent Karl Wick ist zu 63 Monaten Gefängnis verurteilt worden, Linth24 hat darüber berichtet. Die Liste mit Landwirten, die vom 52-jährigen um ihr Geld geprellt wurden, ist lang. Während einige nur ein paar Tausend Franken einbüssten, mussten andere den Verlust von sechsstelligen Summen verkraften. In einem Nachbarkanton habe Wick einen Landwirt gar in den Suizid getrieben, glaubt ein Insider zu wissen.

Nicht ins Gefängnis...

Viele Landwirte aus dem Linthgebiet verlieren deshalb kein gutes Wort über Karl Wick. Selbst das jüngste Urteil des St. Galler Kantonsgerichts stimmt sie nur wenig versöhnlich. Zwar freuen sie sich über die Verurteilung, erinnern aber im gleichen Atemzug daran, dass sich Wick in den vergangenen Jahren noch immer irgendwie den Konsequenzen entziehen konnte. Dies schaffe er bestimmt auch dieses Mal wieder, befürchten gleich mehrere betroffene Landwirte.

«Solch einer müsste lebenslange sitzen», sagen einzelne. Aber eher komme es so, dass dieser «Glünggi» nicht eine einzige Woche im Gefängnis sitzen werde.

Käser Wick will das Urteil anfechten, wie er gegenüber der Linth-Zeitung bestätigt hat.

Silvia Gisler, Linth24/March24