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Lifestyle
04.01.2022
06.01.2022 10:10 Uhr

Lebenshof – die andere Art von Bauernhof

Die Tiere auf dem Hof Lebensparadies dürfen in Frieden leben, werden nicht mehr gemolken, noch gemästet, verkauft oder getötet.
Die Tiere auf dem Hof Lebensparadies dürfen in Frieden leben, werden nicht mehr gemolken, noch gemästet, verkauft oder getötet. Bild: Bernadette Gerber
Der «Hof Lebensparadies» hoch über Wald ZH sieht vorerst aus wie ein normaler Bauernhof. Doch schnell fällt auf, dass hier Mensch, Tier und Pflanze in Liebe und Frieden leben.
  • Beitrag von Bernadette Gerber, Hobby-Naturgärtnerin

Es ist Besuchstag auf dem Hof Lebensparadies in Wald (ZH). Im Stall hat es nebst Kühen auch noch Ochsen, daneben stehen Festbänke für uns. Es gibt einige Leute, vermutlich alles Tierfreunde, die auch gerne eine neue Variante eines Bauernhofes besichtigen wollten.

Auf der Wiese

Auf der Wiese unter den Obstbäumen sehe ich Schweine und Hühner, sie geniessen es sichtlich draussen zu sein, in der Erde zu wühlen oder zu picken. Mal ehrlich, wann haben Sie das letzte Mal Schweine auf einer Wiese gesehen?

Auf dem Lebenshof haben die Schweine – und alle anderen Tiere ebenfalls – ein schönes Leben vor sich. Bild: Bernadette Gerber

Der Bauer und seine Familie

Toni, der Bauer, führt mit seiner Frau Yvonne und den 4 Kindern diesen Bauernhof, welchen sie 2010 von Yvonnes Eltern übernommen haben. Ursprünglich war es ein gewöhnlicher Hof, wie man sie so kennt: Ein Hof mit Milchwirtschaft, so führten sie ihn zunächst auch weiter.

Der Entschluss zur Wandlung

Auf der Suche nach Antworten auf viele grundlegende Fragen im Leben wurden Yvonne und Toni 2017 zu Geistheiler Sananda geführt. Seine heilenden kraftvollen Energien öffnete ihre Herzen. Ein erweitertes Bewusstsein machte sich in ihnen breit. Alte, tiefe Programmierungen wurden aufgelöst und geheilt. Wahre Liebe, Mitgefühl und viele Erkenntnisse haben dadurch Raum erhalten. Und es kam der Tag, an dem die beiden entschlossen, dass von jetzt an alle Tiere bei ihnen in Frieden leben dürfen. Von da an gehörte die Tiernutzung endgültig der Vergangenheit an. 

Im August 2017 ist der ehemalige Milchbetrieb zum Lebenshof geworden, dem Hof Lebensparadies. Noch heute ist das Bauernehepaar dem Geistheiler aus tiefem Herzen dankbar, denn, wie Toni immer sagt: «Eine solche Veränderung kann nur im Herzen stattfinden.»

Frieden mit der Natur

Hier oben auf dem Lebenshof lebt man mit Menschen, Tieren und Pflanzen in Liebe und Frieden. Niemand wird gequält oder gar getötet. Es herrscht Fülle auf allen Ebenen. Toni meint: «Ich bin heute tief dankbar, so lichtvolle Weggefährten an meiner Seite zu wissen, meine Familie und unsere Tiere!»

Viele Leute hörten gespannt den Erzählungen von Bauer Toni zu. Bild: Bernadette Gerber

Milchkühe

An der Hofführung erzählt Toni auch, was es für die Kühe heisst, genutzt zu werden. Eine Milchkuh wird in der Schweiz, im Schnitt, bloss 5 Jahre alt. Damit eine Kuh überhaupt Milch gibt, braucht es Geburten. Die Kälber werden dann von ihren Müttern getrennt, gemästet und getötet oder selbst zu Milchmaschinen herangezogen. Die Liste über das unsägliche Leid in der Tiernutzung liesse sich unendlich weiterführen.

Das Betriebsleiterehepaar sieht es als ihre Aufgabe, den Tieren eine Stimme zu geben. Den Menschen die Wahrheit, die so erfolgreich vertuscht und umgeschrieben wird, aufzuzeigen.

In Frieden bis ans Lebensende

Die Tiere hier in Wald dürfen in Frieden leben, werden nicht mehr gemolken, noch gemästet, verkauft oder getötet. Nein, sie dürfen in Frieden leben bis an ihr Lebensende. Sie werden so auch zu Botschaftern für andere Höfe und Menschen, die bereit sind für entscheidende Veränderungen in ihrem Leben.

Für die Tiere können Patenschaften abgeschlossen werden. Hiermit kann der Lebensunterhalt der Tiere gesichert werden.

Bild: Bernadette Gerber

Biodiversität

Schon früher setzte das Bauernehepaar keine Spritzmittel bei den Pflanzen ein und auch keine Antibiotika als Vorsorge bei den Tieren. Die Tiere essen was auf dem Hof wächst, also kein importiertes Futter. 100 Hochstammobstbäume stehen in den Wiesen rund um den Hof und Hecken wurden gepflanzt, alles was es braucht die Artenvielfalt zu fördern.

Ein schöner Hofladen

Wunderbares gesundes Gemüse kann man im Lädeli kaufen, natürlich alles biologisch angebaut. Nach der Vorstellung des Hofes durch Toni, gibt es noch eine wunderbare Kürbis-Suppe, Kaffee und selbstgemachte Kuchen – alles vegan selbstverständlich. Vegan ist so ein Schlagwort, das man immer öfter hört. Die vegane Ernährung enthält keinerlei tierische Bestandteile und ist die gesündeste Ernährung und der einzige Weg für ein friedliches Zusammenleben von Mensch und Tier.

Frisch und biologisch angebaut – das Gemüse vom Lebenshof. Bild: Bernadette Gerber
Bernadette Gerber, Hobby-Naturgärtnerin