Home Region Sport In-/Ausland Magazin Agenda
Rapperswil-Jona
01.07.2022
02.07.2022 15:03 Uhr

Festlicher Akt für Schwanen-Übernahme

Sie haben den Verkauf des Schwanen abgewickelt: Die polnische Botschafterin in Bern, Iwona Kozlowska und Ex-Schwanen-Besitzer Quirino Riva.
Sie haben den Verkauf des Schwanen abgewickelt: Die polnische Botschafterin in Bern, Iwona Kozlowska und Ex-Schwanen-Besitzer Quirino Riva. Bild: Bruno Hug, Linth24
Die polnischen Honorationen haben in einem festlichen Akt den Schwanen Rapperswil übernommen. Hotellerie und Gastronomie sollen wieder auferstehen, aber auch das Polenmuseum soll seinen Platz finden. Von Bruno Hug

Der Schwanen Rapperswil wurde heute Freitagnachmittag auf beeindruckende Weise zum Leben erweckt. Schwarze Limousinen mit Diplomaten-Nummernschildern und Busse mit verdunkelten Scheiben fuhren reihenweise vor dem Hotel auf. Und festlich gekleidete Menschen freuten sich, bei Häppchen und feinen Getränken auf den gelungenen Kauf und die Zukunft des Hauses anzustossen.

Prominenz aus Politik und Medien

Im Schwanen-Restaurant standen hinter dem Redner-Mikrophon die Schweizer-, die Polen- und die Europafahne. Davor beschworen im Beisein vieler Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Medien, Szymon Szynkowski vel Sek, polnischer Staatssekretär für Auswärtige Angelegenheiten, Piotr Glinski, polnischer Vize-Ministerpräsident und Anna Buchmann, Direktorin des Polenmuseums von Rapperswil,  die «Wiederauferstehung» des Polenmuseums und die tiefe Verbundenheit des Staates Polen mit der Schweiz.

  • v.l.n.r.: Quirino Riva, Piotr Glinski, Szymon Szynkowski vel Sek, Iwona Kozlowska Bild: Bruno Hug, Linth24
    1 / 8
  • Piotr Glinski, polnischer Vize-Ministerpräsident Bild: Bruno Hug, Linth24
    2 / 8
  • Szymon Szynkowski vel Sek, polnischer Staatssekretär für Auswärtige Angelegenheiten Bild: Bruno Hug, Linth24
    3 / 8
  • Vertrat die offizielle Schweiz: Patrick Franzen, stellvertretender Staatssekretär im Departement für Auswärtige Angelegenheiten. Bild: Bruno Hug, Linth24
    4 / 8
  • Anna Buchmann, Direktorin des Polenmuseums Bild: Bruno Hug, Linth24
    5 / 8
  • Kulturwissenschafter Peter Röllin Bild: Bruno Hug, Linth24
    6 / 8
  • Ehemaliger Präsident des Vereins der Freunde des Polenmuseums. Bild: Bruno Hug, Linth24
    7 / 8
  • Grosses Medieninteresse. Bild: Bruno Hug, Linth24
    8 / 8

Piotr Glinski, der zugleich auch Minister für Kultur und Nationales Kulturerbe von Polen ist, erklärte, dass der Schwanen künftig Kultur und Bildung unterstütze und die Freundschaft der Länder Schweiz und Polen fördern wolle. Die offizielle Schweiz war durch Patrick Franzen, stellvertretender Staatssekretär im Departement für auswärtige Angelegenheiten, EDA, vertreten.

Bedeutung von Hotellerie und Gastro

Die polnische Botschafterin in Bern, Iwona Kozlowska, führte gegenüber Linth24 aus, die Polen würden die Bedeutung der Gastronomie und Hotellerie im Schwanen kennen. Ihr Land strebe an, in den Räumen dieses historischen Ortes die Menschen zu verbinden. Zugleich gelte es, im denkmalgeschützten Haus mit Vorsicht ans Werk zu gehen.

Wie der Schwanen renoviert und wo das Museum integriert werde, sei noch unklar. Man habe sich vorerst um den Kauf des Hauses und dessen Finanzierung bemüht. «Jetzt erst beginnt das Studieren», wie der Schwanen künftig genutzt werde; jedenfalls seien Gastronomie und Hotel gesetzt.

Quirino Riva wünscht gutes Gelingen

Auch Quirino Riva, seit 1969 bis letzten Montag Besitzer des Hotel Schwanen, wandte sich an die Festgemeinde. «Als neuer Besitzer des Hotel Schwanen», so Riva, seien seitens der hiesigen Bevölkerung grosse Erwartungen an den polnischen Staat gesetzt. Dieser habe nun die Möglichkeit, «nicht nur das Polenmuseum, sondern auch das Hotel und die Gastronomie des Hauses wieder zum Erwachen zu bringen». Als Verkäufer des Schwanens habe er volles Vertrauen, dass der Staat Polen die anspruchsvolle Arbeit gut umsetze und die dafür notwendigen Mittel einsetzen werde. Zum Schluss seines Votums wünschte Quirino Riva den Polen «bei dieser grossen Herausforderung gutes Gelingen».

Bruno Hug