Home Region Sport In-/Ausland Magazin Agenda
Immo & Bau
16.12.2021
15.12.2021 17:18 Uhr

Das Linthgebiet bleibt eine höherpreisige Wohnregion

Viele Linthgebiet-Gemeinden wie Schmerikon (Bild) verzeichnen einen Anstieg der Immobilienpreise.
Viele Linthgebiet-Gemeinden wie Schmerikon (Bild) verzeichnen einen Anstieg der Immobilienpreise. Bild: Stefan Knobel, Linth24
Der Immobilienmarktbericht der St.Galler Kantonalbank von Herbst 2021 zeigt, dass im Linthgebiet der Markt angespannt bleibt und die Preise gegenüber Vorjahr abermals gestiegen sind.

Das Linthgebiet, welches zu den gesuchtesten und entsprechend höherpreisigen Wohnregionen des Kanton St.Gallen zählt, verzeichnet einen stetig wachsenden Nachfragedruck auf den Eigenheimmärkten.

Während das weiterhin sehr attraktive Finanzierungsumfeld ein wichtiger Treiber des äusserst lebhaften Kaufinteresses bleibt, spielen auch pandemiebedingte Effekte eine wichtige Rolle – einerseits die erhöhte Wertschätzung von Wohneigentum und andererseits die Tatsache, dass bei vielen Haushalten die Ersparnisse gar zugenommen haben.

In der Konsequenz beschleunigte sich der Preisanstieg der gehandelten Wohnobjekte zuletzt abermals.

«Das Linthgebiet ist eine sehr gesuchte Wohnregion. Die tiefen Zinsen und der Traum nach den eigenen vier Wänden lassen die Preise nochmals spürbar steigen.»
René Walser, Leiter Privat- und Geschäftskunden, St.Galler Kantonalbank

Angebot und Baumarkt

Anders als in den meisten Ostschweizer Regionen hat das Wohnungsangebot im Linthgebiet zwar seit dem Frühjahr nicht weiter abgenommen. Trotzdem bleibt der hiesige Markt angespannt: Kaum eine Eigentumswohnung steht leer, und lediglich 2.6 Prozent des Bestands wurden im 3. Quartal 2021 zum Verkauf angeboten (Gesamtschweizer Durchschnitt: 4.0 Prozent).

Immerhin entsteht hier fortwährend neuer Wohnraum. So liegt mit derzeit rund 130 bewilligten Wohnungen im Stockwerkeigentum die Neubautätigkeit ungefähr im langfristigen Trend und selbst bei den Einfamilienhäusern geht es – wenn auch auf tiefem Niveau – wieder aufwärts.

Preisentwicklung

Im Linthgebiet stiegen die Transaktionspreise auch in der zweiten Jahreshälfte 2021 wieder stark an. Zwischen dem 3. Quartal 2020 und dem 3. Quartal 2021 resultierte bei den mittleren Eigentumswohnungen ein Plus von 8.8 Prozent (Schweizer Durchschnitt: 7.3 Prozent), Einfamilienhäuser verteuerten sich um 5.7 Prozent (Schweizer Durschnitt: 7.5 Prozent). Ein durchschnittliches Einfamilienhaus kostet in dieser Gegend inzwischen knapp 1.6 Millionen Franken.

Ungeachtet der bereits hohen Preise zeigt sich auch in der Zahl der Transaktionen kein Rückgang, im Segment der Eigentumswohnungen war die Tendenz sogar leicht zunehmend.

Ausblick

Die sehr lebhafte Nachfrage im Linthgebiet wird dank der zumindest beständigen Wohnbautätigkeit noch etwas besser als in manch anderen Regionen befriedigt.

Vor allem im Segment des Stockwerkeigentums könnte eine steigende Marktversorgung längerfristig zu einer gewissen Abflachung der zuletzt regen Preisdynamik führen. Trotzdem werden sich hier die Preise weiterhin auf hohem Niveau bewegen.

Transaktionspreise und Preisentwicklung

Die Transaktionspreise von Eigentumswohnungen (l.) und Einfamilienhäusern im Linthgebiet (3. Quartal 2021). Bild: Wüest Partner AG / St.Galler Kantonalbank
Transaktionspreisindizes für Eigentumswohnungen (l.) und Einfamilienhäuser im Linthgebiet seit 2011. Bild: Wüest Partner AG / St.Galler Kantonalbank

Zahlenspiegel

Tabellarische Zusammenstellung wichtiger Immobilien-Kennzahlen aus sechs Linthgebiet-Gemeinden. Bild: Wüest Partner AG / St.Galler Kantonalbank
PD, St.Galler Kantonalbank (SGKB)