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Immo & Bau
06.06.2020
07.06.2020 09:43 Uhr

Region: Preisanstieg bei Wohneigentum

In den vergangenen vier Quartalen verteuerten sich die Preise der Einfamilienhäuser im Linthgebiet um 3.4 % (Symbolbild). Bild: Pixabay / Gerd Altmann
In der Frühlingsausgabe des Berichtes zum Immobilienmarkt fasst die St.Galler Kantonalbank die gegenwärtigen Entwicklungen im Linthgebiet zusammen und wagt einen Blick in die Zukunft.

Die landschaftliche Attraktivität, die Nähe zu den Arbeitsplatzzentren Zürich und St.Gallen sowie die verkehrstechnisch gute Erschliessung machen das Linthgebiet zu einer der beliebtesten Wohnregionen im Kanton St.Gallen.

Entsprechend hoch ist hier die Zahlungsbereitschaft für Wohneigentum. Die tiefen Zinsen heizten die ohnehin schon intakte Eigenheimnachfrage zuletzt zusätzlich an. Dies führte dazu, dass in den vergangenen zwölf Monaten wieder zahlreiche Handänderungen zu beobachten waren.

Künftig ist mit etwas längeren Vermarktungsdauern zu rechnen, denn während die Neubautätigkeit anzieht, ist im Zuge der Corona-Krise ein leichtes Abflauen der Nachfrage zu erwarten.

Angebot und Baumarkt

Die Verfügbarkeit an Einfamilienhäusern ist im Linthgebiet überschaubar. Derzeit befinden sich 1.9 Prozent des Bestandes in der Vermarktung, und das Angebot dürfte sich auch in naher Zukunft nicht markant ausweiten.

Beim Stockwerkeigentum zeichnet sich hingegen eine rege Neubautätigkeit ab: In den vergangenen zwölf Monaten wurden Bauprojekte mit mehr als 250 Eigentumswohnungen bewilligt – rund dreimal mehr als in den zwölf Monaten davor. Damit dürfte sich die Angebotsziffer von derzeit 4.1 Prozent etwas nach oben bewegen.

Preisentwicklung

Obwohl die Handänderungspreise für Wohneigentum im Linthgebiet bereits ein beachtliches Niveau erreicht haben, waren in den vergangenen vier Quartalen abermals Preisanstiege zu verzeichnen – bei den Eigentumswohnungen resultierte ein Plus von 2.6 Prozent, die Einfamilienhäuser verteuerten sich um 3.4 Prozent.

Ausblick

Insbesondere im hochpreisigen Segment könnte sich die Corona-Krise negativ auf die Entwicklung der Transaktionspreise niederschlagen. Diesbezüglich dürften die Eigenheimmärkte in der Region Linthgebiet stärker exponiert sein als andere Regionen im Kanton, machten doch Eigentumswohnungen mit einem Kaufpreis von mindestens einer Million Franken im letzten Jahr rund 21 Prozent aller Inserate aus. Zum Vergleich: Im gesamten Kanton entfielen nur etwa 14 Prozent aller Inserate auf diese Preisklasse.

«Das Linthgebiet verbindet landschaftliche Attraktivität und gute Anbindung an die Arbeitsplatzzentren. Die hohe Anzahl an baubewilligten Eigentumswohnungen unterstreicht die Attraktivität der Region.»
René Walser, Leiter Privat- und Geschäftskunden Ost St.Galler Kantonalbank

Sämtliche Regionalberichte sowie der Gesamtbericht zum Immobilienmarkt lassen sich auf der Webseite der SGKB einsehen.

OM, St.Galler Kantonalbank