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Rapperswil-Jona
28.06.2021
29.06.2021 17:14 Uhr

BWZ-Rektor Werner Roggenkemper geht in Pension

Werner Roggenkemper dort wo er am liebsten war: Bei seinen Lernenden.
Werner Roggenkemper dort wo er am liebsten war: Bei seinen Lernenden. Bild: zVg
Werner Roggenkemper, Rektor des Berufs- und Weiterbildungszentrums BWZ Rapperswil-Jona, geht nach fast zwei Jahrzehnten per Ende Schuljahr in Pension.

Unmittelbar nach der Wahl von Werner Roggenkemper im Sommer 2002 galt es, das im Rahmen der Kantonalisierung neu entstandene BWZ Rapperswil zu gestalten und zu formen. Die beiden bis dato selbständigen Berufsfachschulen «Gewerbliche Berufsschule» und die «Kaufmännische Berufsschule» mussten zusammengeführt und die Schule auf den neuen gesetzlichen Grundlagen aufgebaut werden.

Die Umsetzung der neuen Struktur mit Schulkultur, Qualitätssystem und vielen neuen Regulativen war eine anspruchsvolle Aufgabe, die Werner Roggenkemper aber meisterlich stemmte und so das Berufsbildungszentrum zukunftsgerichtet positionierte.  

Sanierung und Erweiterung

Die rasante Entwicklung der Berufsbildung, die steigenden Lehrlingszahlen und die damit verknüpften neuen Raumbedürfnisse erforderten einerseits die rasche Sanierung der bestehenden Infrastruktur und anderseits die Erweiterung des Schulraumes. Unter Werner Roggenkemper wurde denn auch ein Neubau des BWZ Rapperswil-Jona thematisiert und angegangen, wie auch die Sanierung verschiedener Gebäudeteile und die Erstellung eines Provisoriums zur Schulraumerweiterung 2013/14 umgesetzt.

Infrastruktur zeitgerecht aufgebaut

Dass die Berufsbildung von der Digitalisierungswelle erfasst werden würde und dass das Unterrichten zeitgemäss und digital erfolgen muss, nahm Werner Roggenkemper frühzeitig auf. Er sorgte dafür, dass zeitgerecht die Infrastruktur und auch die Lehrerbildung dafür aufgebaut wurden. Unterricht mit eigenen Notebooks, das Arbeiten mit Microsoft Teams und OneNote sind heute am BWZ Selbstverständlichkeit und haben wesentlich dazu beigetragen, dass die Coronakrise sehr gut zu bewältigt werden konnte.

Neue Ausbildungsgänge entstanden

Auch neue Ausbildungsgänge entstanden unter der Führung von Werner Roggenkemper. So ist es ihm und dem damaligen Präsidenten der Aufsichtskommission zu verdanken, dass im Schuljahr 2017/18 die Informatikmittelschule IMS starten konnte, an der in diesen Tagen die ersten Absolventen ihre Abschlusszeugnisse in Empfang nehmen dürfen. Und auch dieses Jahr gibt es eine Neuerung: Im August 2021 werden die ersten zwei Klassen der «Berufsmaturität Typ Gesundheit und Soziales» für Erwachsene mit Berufsabschluss am BWZ Rapperswil-Jona anfangen. Wichtige Ausbildungsgänge, die zur Stärkung des Bildungsstandortes Rapperswil-Jona und zur Attraktivität der Linth-Region beitragen.

Am wichtigsten waren die Menschen

Aber am allerwichtigsten waren für den scheidenden Rektor die Menschen. Der Mensch stand für ihn immer im Zentrum, sei es eine Lernende in der Berufsbildung, sei es ein Jugendlicher in einem Brückenangebot, eine Lehrperson, eine Mitarbeiterin oder ein Berufsbildner. Werner Roggenkemper hat sich immer zuerst für den Menschen interessiert und wie er ihn oder sie unterstützen konnte. Er hat sich stets mit hohem Engagement für «sein» BWZ und für die Stärkung der Berufsbildung eingesetzt und so das BWZ Rapperswil-Jona zu einem modernen, qualitativ hochstehenden Bildungszentrum entwickelt.

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