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Gemeinden
13.06.2021
15.06.2021 09:01 Uhr

So haben die Linthgebiet-Gemeinden abgestimmt

Zwischen Amden und Rapperswil-Jona wurde eidgenössisch, kantonal und teils kommunal abgestimmt.
Zwischen Amden und Rapperswil-Jona wurde eidgenössisch, kantonal und teils kommunal abgestimmt. Bild: Linth24
Am Sonntag 13. Juni 2021 wurde über fünf nationale und vier Vorlagen im Kanton St.Gallen angestimmt. Wie haben die 10 Gemeinden im Linthgebiet entschieden?

Bereits im Verlauf des Nachmittags waren sämtliche Linthgebiet-Gemeinden ausgezählt.

Eidg. Vorlagen

Zur Abstimmung gelangten mit der Trinkwasser- und der Pestizid-Initiative zwei Vorlagen, welche die Landwirtschaft stark betreffen. Ausserdem waren gegen das Covid-19-Gesetz, das CO₂-Gesetz und das Bundesgesetz über polizeiliche Massnahmen zur Terrorbekämpfung erfolgreich das Referendum ergriffen worden.

Trinkwasser-Initiative: eidg. Resultat Nein 60.7% – Ja 39.3%

Der Kanton St.Gallen lehnte die Vorlage mit 62.5% Nein-Stimmen ab, doch über ein Drittel (37.5%) der St.Galler Stimmbevölkerung sagte dazu Ja.

Sämtliche Gemeinden lehnten die Initiative ab, wobei in der Stadt Rapperswil-Jona das Resultat relativ knapp ausfiel (Unterschied von 145 Stimmen). Am Ende resultierte im Wahlbezirk See-Gaster ein Nein zur Vorlage.

  Ja Nein
Amden 324 580
Benken 371 921
Eschenbach 1'282 2'988
Gommiswald 804 1'709
Kaltbrunn 612 1'341
Rapperswil-Jona 5'349 5'494
Schänis 556 1'161
Schmerikon 562 738
Uznach 782 1'293
Weesen 356 458
Total See-Gaster 10'998 16'683

Pestizid-Initiative: eidg. Resultat Nein 60.6% – Ja 39.4%

Auch die zweite Agrar-Initiative verwarf der Kanton St.Gallen, es resultierten 63.3% Nein-Stimmen, während 36.7% für das Anliegen waren und ein Ja einlegten.

Im Linthgebiet sagten alle Gemeinden und somit auch der Wahlbezirk See-Gaster als ganzes jeweils Nein. Die Ablehnungsrate war in mehreren ländlicher geprägten Gemeinden tendenziell höher.

  Ja Nein
Amden 334 559
Benken 380 911
Eschenbach 1'305 2'960
Gommiswald 797 1'721
Kaltbrunn 610 1'336
Rapperswil-Jona 5'215 5'634
Schänis 540 1'184
Schmerikon 596 731
Uznach 777 1'293
Weesen 376 443
Total See-Gaster 10'903 16'772

Covid-19-Gesetz: eidg. Resultat Ja 60.2% – Nein 39.8%

Der Kanton St.Gallen stimmte dem Gesetz eher knapp mit 51.1% Ja-Stimmen zu. Mit 48.9% Nein-Stimmen war fast die Hälfte der Stimmbevölkerung dagegen.

Im Linthgebiet zeigt sich bei dieser Vorlage ein heterogenes Bild: Rapperswil-Jona, Schmerikon und Uznach stimmten zu, die übrigen Gemeinden lehnten ab. Insgesamt lehnte der Wahlkreis See-Gaster die Vorlage knapp ab – 90 Stimmen gaben den Ausschlag.

  Ja Nein
Amden 360 534
Benken 484 803
Eschenbach 1'681 2'563
Gommiswald 998 1'497
Kaltbrunn 744 1'179
Rapperswil-Jona 6'611 4'217
Schänis 637 1'051
Schmerikon 693 609
Uznach 1'153 905
Weesen 359 452
Total See-Gaster 13'720 13'810

CO₂-Gesetz: eidg. Resultat Nein 51.6% – Ja 48.4%

Der Kanton St.Gallen lehnte das Gesetz mit 57.1% Nein-Stimmen ab. Für die Vorlage sprachen sich 42.9% der St.Galler Stimmbevölkerung aus.

Unter sämtlichen Linthgebiet-Gemeinden scherte hier einzig die Stadt Rapperswil-Jona mit ihrem Ja aus. Gesamthaft resultierte für den Wahlkreis See-Gaster ein Nein zur Vorlage.

  Ja Nein
Amden 324 570
Benken 383 911
Eschenbach 1'383 2'859
Gommiswald 774 1'722
Kaltbrunn 606 1'340
Rapperswil-Jona 6'066 4'787
Schänis 546 1'160
Schmerikon 572 730
Uznach 917 1'146
Weesen 338 477
Total See-Gaster 11'909 15'702

Anti-Terror-Gesetz: eidg. Resultat Ja 56.6% – Nein 43.4%

Der Kanton St.Gallen stimmte dem Gesetz mit 56.5% Ja-Stimmen zu, während 43.5% der Stimmberechtigten ein Nein einlegten.

Unter den Linthgebiet-Gemeinden scherten Amden, Weesen und Schänis mit ihrem Nein zur Vorlage aus. In Amden, Benken und Kaltbrunn fielen die jeweiligen Ergebnisse recht knapp aus. Der Wahlkreis See-Gaster insgesamt stimmte der Vorlage zu.

  Ja Nein
Amden 424 462
Benken 643 632
Eschenbach 2'226 1'989
Gommiswald 1'300 1'172
Kaltbrunn 969 952
Rapperswil-Jona 6'312 4'429
Schänis 812 882
Schmerikon 737 555
Uznach 1'235 815
Weesen 382 426
Total See-Gaster 15'040 12'314

(Quellen: Abstimmungsprotokolle der Gemeinden, wab.sg.ch, www.admin.ch)

Kantonale Vorlagen

Von den vier kantonalen Vorlagen betrafen drei die Weiterentwicklung der Spitalstrategie der St.Galler Spitalverbunde. Daneben kam eine Vorlage im Bereich der Energie-Förderung zur Abstimmung. Die St.Galler Stimmbevölkerung sagte insgesamt viermal Ja.

Sämtliche Vorlagen wurden in allen Linthgebiet-Gemeinden angenommen. Es präsentiert sich somit ein verhältnismässig homogenes Gesamtbild.

Schliessung Spital Wattwil: Nachtrag zum Kantonsratsbeschluss über die Erneuerung und Erweiterung Spital Wattwil: Ja 56.3% – Nein 43.7% (Gesamtkanton)

Im Rahmen der Spitalstrategie beschloss der Kantonsrat, dass in Wattwil kein stationäres Spital mehr betrieben werden sollte. Zudem wird auf die Fertigstellung des bereits begonnenen Bauprojekts verzichtet. Gegen diesen Entscheid ergriff das Komitee «Nein zur Schliessung» erfolgreich das Referendum, so dass nun darüber abgestimmt wurde.

Die Gemeinden des Linthgebiets sagten alle Ja zum Beschluss.

  Ja Nein
Amden 367 268
Benken 583 462
Eschenbach 1'865 1'528
Gommiswald 1'114 948
Kaltbrunn 826 674
Rapperswil-Jona 6'214 3'398
Schänis 706 561
Schmerikon 584 430
Uznach 993 716
Weesen 342 245
Total See-Gaster 13'594 9'230

Ein Gesamtüberblick über die Ergebnisse der einzelnen Wahlkreise des Kantons St.Gallen zu dieser Vorlage zeigt ein klares Muster. Während der Wahlkreis Toggenburg sich klar gegen die Vorlage aussprach, waren die übrigen Kantonsteile teils klar dafür.

Abstimmungsverhalten der Wahlkreise bezüglich Schliessung des Spitals Wattwil. Fahren Sie über ein Gebiet, um mehr zu erfahren.

Im Wahlkreis Toggenburg selbst scherte als einzige Gemeinde Kirchberg aus der Toggenburger Nein-Phalanx zur Vorlage aus. Ausserhalb des Toggenburgs sagten nur zwei Gemeinden im Wahlkreis Sarganserland Nein zur Vorlage.  

Abstimmungsverhalten der St.Galler Gemeinden bezüglich Schliessung des Spitals Wattwil. Fahren Sie über eine Gemeinde, um mehr zu erfahren.

Nachtragskredit zum Sonderkredit Förderungsprogramm Energie 2021-2025: Ja 68.8% – Nein 31.2% (Gesamtkanton)

Alle Gemeinden im Linthgebiet stimmten der Vorlage zu – teils sogar deutlich.

  Ja Nein
Amden 445 213
Benken 608 479
Eschenbach 2'124 1'226
Gommiswald 1'243 819
Kaltbrunn 914 590
Rapperswil-Jona 7'384 2'416
Schänis 745 532
Schmerikon 775 341
Uznach 1'204 526
Weesen 413 192
Total See-Gaster 15'855 7'334

Erhöhung Eigenkapital der Spitalregion Fürstenland Toggenburg: Ja 65.2% – Nein 34.8% (Gesamtkanton)

Auch diese Vorlage stiess bei allen Linthgebiet-Gemeinden auf klare Zustimmung.

  Ja Nein
Amden 409 220
Benken 601 429
Eschenbach 2'032 1'229
Gommiswald 1'185 794
Kaltbrunn 886 579
Rapperswil-Jona 6'414 2'904
Schänis 704 523
Schmerikon 615 374
Uznach 1'081 587
Weesen 368 214
Total See-Gaster 14'295 7'853

Gewährung von Beiträgen an die Notfallversorgung: Ja 76.8% – Nein 23.2% (Gesamtkanton)

Ein klares Bild auch hier: Alle Gemeinden stimmten der Vorlage sehr deutlich zu.

  Ja Nein
Amden 465 182
Benken 734 320
Eschenbach 2'407 903
Gommiswald 1'424 597
Kaltbrunn 1'073 414
Rapperswil-Jona 7'837 1'700
Schänis 880 384
Schmerikon 784 225
Uznach 1'316 368
Weesen 431 146
Total See-Gaster 17'351 5'239

(Quellen: Abstimmungsprotokolle der Gemeinden, wab.sg.ch)

Kommunale Abstimmungen

In drei Gemeinden des Linthgebiets wurde zudem über kommunale Vorlagen abgestimmt. In Rapperswil-Jona, Uznach und Gommiswald hatten die Stimmberechtigten an der Urne jeweils über die Jahresrechnung 2020 zu befinden.

Uznach: Ja zur Jahresrechnung 2020

Bei einer Stimmbeteiligung von 54.7% stimmten die UznerInnen der Jahresrechnung 2020 der politischen Gemeinde Uznach sowie der beantragten Gewinnverwendung mit 1'566 Ja-Stimmen (91.5%) zu 146 Nein-Stimmen (8.5%) zu.

Rapperswil-Jona: Ja zur Jahresrechnung 2020

Bei einer Stimmbeteiligung von 58.9% stimmte Rapperswil-Jonas Stimmbevölkerung der Jahresrechnung 2020 der Stadt Rapperswil-Jona sowie der Einlage des Überschusses in die Ausgleichsreserve mit 8'445 Ja-Stimmen (88.2%) zu 1'134 Nein-Stimmen (11.8%) zu.

Gommiswald: Ja zur Jahresrechnung 2020

Bei einer Stimmbeteiligung von 54.7% stimmten die Gommiswaldner Stimmberechtigten der Jahresrechnung 2020 der politischen Gemeinde Gommiswald sowie der beantragten Gewinnverwendung mit 1'797 Ja-Stimmen (86.7%) zu 276 Nein-Stimmen (13.3%) zu.

(Quelle: Abstimmungsprotokolle der Gemeinden Uznach, Gommiswald sowie der Stadt Rapperswil-Jona)

Stefan Knobel, Linth24