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Kanton
09.03.2020
09.03.2020 06:13 Uhr

Wahl20: Gewählte Regierungsräte

Die vier bisherigen Regierungsräte und Susanne Hartmann als neues Mitglied wurden im ersten Wahlgang gewählt. Im Linthgebiet gewinnen Grüne und GLP je einen Sitz, SVP und FDP verlieren je einen Sitz.

Gleich im ersten Anlauf schaffte die Wiler Stadtpräsidentin Susanne Hartmann den Sprung in die Regierung. Das absolute Mehr für die Wahl betrug 53'945 Stimmen, was sie mit 57'464 übertraf. Mit ihrem Sieg verteidigte sie erfolgreich den CVP-Sitz von Beni Würth, der als Ständerat weiterwirkt.

Reaktion Susanne Hartmann

«Nicht mal ansatzweise habe ich mit dem Ergebnis schon im ersten Wahlgang gerechnet. Der Wahlkampf war mega spannend und schön. Heute werde ich feiern.»

Bruno Damann schaffte den ersten Platz mit 68'700 Stimmen. Bei seiner Wahl vor vier Jahren war er noch die Nummer 6. Damann und Hartmann gelang es so, die bisherigen CVP-Plätze zu verteidigen.

Reaktion Bruno Damann

«Ich freue mich über das beste Ergebnis. Ein Zufallsmehr. Freue mich, dass alle vier bisherigen wiedergewählt wurden und bin überzeugt, dass wir ein gutes Team bilden. Freue mich auch über die Sicherung des zweiten CVP-Sitzes nach dem ersten Wahlgang.»

Marc Mächler, der vor vier Jahren noch in den zweiten Wahlgang musste, gelang der Sprung auf Position 2. Damit brachte er einen von zwei FDP Sitzen ins Trockene.

Reaktion Marc Mächler

«Das Rennen für den zweiten Sitz ist offen. Wir sind zuversichtlich. Auf die Kandidaten kommt noch einiges zu.»

Stefan Kölliker schaffte zum dritten Mal die Wahl in die Regierung. Mehr als seine eigene Wahl sorgte er sich um die Chancen des zweiten SVP-Kandidaten.

Reaktion Stefan Kölliker

«Ich habe fast mehr mit Michael Götte mitgefiebert. Er ist bester Nichtgewählter, er hat gute Chancen.»

Ebenfalls zum dritten Mal in Folge schaffte Fredy Fässler die Wahl. Und genauso wie für Kölliker ist für ihn der andere Sitz seiner Partei das grössere Thema.

Reaktion von Fredy Fässler

«Ich bin von meiner Wahl im ersten Wahlgang ausgegangen. Ob als Erster, Zweiter oder Dritter spielt für mich keine Rolle, hat keine Aussagekraft.»

Laura Bucher, Rahel Würmli, Michael Götte und Beat Tinner kurz vor der Resultatbekanntgabe.

Zweiter Wahlgang notwendig

Für die verbleibenden zwei Sitze in der St.Galler Regierung gibt es am 19. April einen zweiten Wahlgang. Unklar ist, wer von den fünf verbleibenden Kandidaten, diesen Schritt macht. Die Entscheide werden in den kommenden Tagen fallen.

Reaktion Michael Götte

«Wir sind noch nie so gut in den zweiten Wahlgang gestartet. Ich habe das beste Resultat der Nichtgewählten erzielt, ähnlich übrigens wie seinerzeit Stefan Kölliker.»

Regierungsrat: Das Anrennen der SVP

Obwohl die SVP seit 2008 die absolute Spitzenposition bei den St.Galler Kantonsratswahlen hat, gelang es ihr bisher nicht, das mit einer zweiten überzeugenden Person in einen Regierungserfolg umzumünzen.

Seit 2008 ist die SVP mit Stefan Kölliker in der Kantonsregierung vertreten. Seither hält sich diese Regierungs-«Zauberformel», die übrigens auch national von 1959 bis ins aktuelle Jahrtausend galt: 2 x CVP, 2 x FDP, 2 x SP und 1x SVP.

2012 versuchte Michael Götte bereits einmal St.Galler Regierungsrat zu werden. Er unterlag damals im zweiten Wahlgang Fredy Fässler von der SP.

2016 verunglückte die Kandidatur der SVP vollends. Herbert Huser erreichte im ersten Wahlgang nur den 9. Platz. Im zweiten Wahlgang versuchte die SVP-Frau Esther Friedli das Steuer rumzureissen, was ihr relativ knapp nicht gelang. So blieb es über die Jahre bei der gleichen Verteilung der Regierungssitze:

Regierungsräte 2004 2008 2012 2016  
CVP 2 2 2 2  
FDP 3 2 2 2  
SP 2 2 2 2  
SVP 0 1 1 1  

Reaktion Beat Tinner

«Ich bin immer von einem zweiten Wahlgang ausgegangen und stehe für ein Antreten im zweiten Wahlgang zur Verfügung.»

Reaktion Laura Bucher

«Ich freue mich riesig. Danke allen Wählerinnen und Wähler. Frauen und Familienfrauen sollen auch in der Regierung vertreten sein.» Reaktion zum 2. Wahlgang am 19. April: «Wir wussten, dass es kein Spaziergang wird.»

Reaktion Rahel Würmli

«Ich bin sehr zufrieden mit Resultat und dessen Deutlichkeit. Die Grünen werden heute feiern: Die Fraktionsstärke ist erreicht. Entscheidungen folgen morgen: Die Allianz SP-Grüne wird nicht bröckeln. Die Frauenvertretung ist wichtig.»

Regierungsrat: Drei von sieben gehen

Beni Würth (CVP) wurde zum Ständerat gewählt und verabschiedet sich in Richtung Bern. Martin Klöti (FDP)hat nach zwei Amtszeiten genug und auch Heidi Hanselmann (SP) hört nach vier Amtszeiten und einer desolaten Spitalsituation auf.

Beni Würth, Martin Klöti und Heidi Hanselmann verlassen die Regierung.

Stimmbeteiligung Regierungsratswahlen

Gemäss ersten Auswertungen liegt die Stimmbeteiligung gesamtkantonal für die Regierungswahlen bei 33.90%.

Dies ist nahe am langjähigen Mittel. Nur 2016 war eine Ausnahme.

Wahlbeteiligung Kanton Linthgebiet
2004 35% 33%
2008 35% 32%
2012 38% 36%
2016 45% 45%
Auch in der Wahlzentrale im Pfalzkeller ist der Virus-Schutz omnipräsent. Foto: Luca Lehmann.

Alles muss weg

12.05: Das Abräumen von Wahlplakaten hat begonnen. Das Team der Grünliberalen Partei Linth ist seit frühmorgens unterwegs, bevor es in den Pfalzkeller geht.

Das GLP Linth Team in ihrem Headquater in Wagen.
Stefan Knobel, Luca Lehmann, Mario Aldrovandi, Linth24