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Fussball
28.12.2020
28.12.2020 09:48 Uhr

Brief ans Bundesamt für Sport

Die Spieler der Fussball Promotion League sollen mit den obersten Ligen von Unihockey oder Basketball bezüglich Trainingsaufwand und Professionalität gleichgesetzt werden. Bild: Franz Feldmann
Die 1. Liga fordert vom Bundesamt für Sport gleiche Trainings-Regeln wie in der Super und Challenge League. Davon würde auch der FCRJ profitieren.

Mit den Verschärfungen der Corona-Massnahmen ist es den Sportlern bis auf Weiteres untersagt, in Gruppen mit mehr als fünf Personen zu trainieren. Ausgenommen sind im Fussball die Profibetriebe der Super League und der Challenge League. Nun schlägt das Komittee der Ersten Liga in einem Brief an das Bundesamt für Sport BASPO vor, dass die Clubs der Promotion League, wo auch der FC Rapperswil-Jona spielt, den Profibetrieben gleichgestellt werden.

Die Clubs der obersten zwei Ligen haben nämlich eine Ausnahmebewilligung, weil sie als Profi-Betriebe gelten. Jetzt fordert das Komitee der Ersten Liga in einem Brief an das Bundesamt für Sport, dass den Clubs der Promotion League erlaubt werden soll, «den Trainings- und Spielbetrieb Mitte Januar 2021 und den Wettspielbetrieb im Februar 2021 wieder aufzunehmen – unter strikter Einhaltung des Schutzkonzepts», wie das Komitee schreibt.

Die Entwicklung der Spieler leidet

Das Komitee stellt die Forderung, weil die 16 Clubs der Promotion League semiprofessionelle Strukturen haben, Löhne zahlen und gesamthaft rund 160 Spieler ausbilden, die unter 21 Jahre alt sind und teilweise eine Profikarriere anstreben. Das Komitee schreibt: «Die jungen Spieler benötigen die für ihre Entwicklung erforderliche Wettkampferfahrung auf hohem sportlichem Niveau. Wenn diese Situation andauert, sind nicht nur etliche Klubs existenziell gefährdet, sondern auch die davon abhängigen Strukturen in der Nachwuchsförderung.»

Noch keine Antwort

Noch hat das BASPO auf den Brief der ersten Liga nicht geantwortet. Eine Lockerung der Massnahmen für die Clubs der Promotion League würde schon darum Sinn machen, weil im entsprechenden Gesetzesentwurf durchaus auch Sportclubs im semiprofessionellen Bereich eine Ausnahmebewilligung für Trainings und Spiele erhalten. Dazu gehören etwa die obersten Ligen von Unihockey oder Basketball. Nach Lesart des Komitees der ersten Liga – und auch des SC Brühl – sind die Spieler der Promo League mit diesen bezüglich Trainingsaufwand und Professionalität gleichzusetzen.

Linth24