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Uznach
10.12.2020

100 Photovoltaikanlagen in Uznach gebaut

Gemeindepräsident Diego Forrer (l.) und EWU-Geschäftsführer Stephan Steiner (r.) gratulieren dem Geschäftsführer Bruno Bachmann von der B. Bachmann Bau GmbH zur 100. PV-Anlage in Uznach. Bild: ZVG / Gemeinde Uznach
Im November konnte bereits die 100. Photovoltaikanlage in Uznach in Betrieb genommen werden. Bruno Bachmann nutzt neu die Dachfläche auf seinem Werkhof für die Solarstromproduktion.

Uznach nennt sich Energiestadt und zu diesem Label gehört auch die Produktion von erneuerbarer Energie.

Gemeindepräsident Diego Forrer freut sich, dass dank viel Eigeninitiative der Einwohnerschaft und dank den speziellen Aktivitäten der EWU AG und der Energieregion ZürichseeLinth die Nutzung der Sonnenenergie in Uznach zu einer Erfolgsgeschichte wird.

Auch die Gemeinde Uznach hat in diesem Jahr auf dem Oberstufenzentrum eine PV-Anlage für 100‘000 Franken realisiert, und in naher Zukunft soll auch auf der Turnhalle Haslen eine ähnliche Anlage entstehen. Ziel der Gemeinde ist, sukzessive alle Dächer der öffentlichen Hand mit PV-Anlagen auszurüsten, sofern der Standort Sinn macht.

«Sonnenstrom»-Anteil immer grösser

Solarstrom wird in der Schweiz immer mehr produziert, betont Stephan Steiner als Geschäftsführer der EWU AG. Die in Uznach installierte Leistung von PV-Anlagen beträgt bereits 1,9 Megawatt, wovon rund ein Drittel für Eigenverbrauch genutzt wird. Uznach benötigt pro Jahr 36 Gigawattstunden Strom, fast 2 GWh werden mittels Sonne produziert.

«Bald könnte Uznach an einem schönen Sonntag ausschliesslich mit Solarstrom versorgt werden und bei einer Verdoppelung der PV-Anlagen gar auch werktags. Dieses Ereignis werden wir dann mit der ganzen Bevölkerung feiern», versichert Stephan Steiner. Die EWU AG hat auch die PV-Anlagen beim Werkhof B. Bachmann Bau GmbH an der Burgerrietstrasse realisiert.

100. Anlage auch mit Ladevorrichtung für E-Fahrzeuge

Warum hat Bruno Bachmann eine PV-Anlage nachträglich auf seinen Werkhof gebaut? «Ich lebte lange in Afrika und damals waren PV-Zellen oft die einzige Möglichkeit zur Energiebeschaffung. Darum war ich immer interessiert an PV-Anlagen und damit an nachhaltiger CO₂-freier Stromproduktion.»

Seine neue 25-kWh-Anlage könnte fünf Einfamilienhäuser mit Strom versorgen. Neben dem Werkhof bedient er die Wohnung und die Büros sowie die Ladestationen für Elektromobile mit Sonnenstrom.

Förderung nutzen und profitieren

Der Bund stellt nächstes Jahr 270 Mio. Franken zur Förderung von kleinen PV-Anlagen bereit. Dieses Geld stammt aus den Abgaben für die Kostendeckende Einspeiseverfügung (KEV), welche die EW‘s bei ihrer Kundschaft einziehen und weiterleiten. Die Uzner Bevölkerung beteiligt sich daran jedes Jahr mit über 800‘000 Franken.

Weiter hat die Gemeinde Uznach unter Federführung von Gemeinderat David Jud ein Energiereglement erarbeitet (Mitwirkungsverfahren läuft; vgl. LinthSicht Nr. 64 vom November) und will in Zukunft den Bau von PV-Anlagen unterstützen.

«Damit möchten wir die gesetzten Klima- und Energieziele nicht nur erreichen, sondern deutliche Impulse zur Förderung von nachhaltiger Energie setzen», betont Gemeindepräsident Diego Forrer. Die KEV-Bundesgelder und die geplante Gemeindeförderung dürften zusammen bis 25% der Entstehungskosten decken.

Gemeinde Uznach