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31.08.2020
31.08.2020 12:23 Uhr

St.Galler Bevölkerung wächst auch 2019

Die Bevölkerung im Kanton St.Gallen nahm im Vergleich zum Vorjahr um 3'037 Personen zu. (Symbolbild)
Die Bevölkerung im Kanton St.Gallen nahm im Vergleich zum Vorjahr um 3'037 Personen zu. (Symbolbild) Bild: Linth24
Nach den definitiven statistischen Zahlen lebten per Ende 2019 insgesamt 510'734 Personen im Kanton St.Gallen. Gegenüber dem Vorjahr beträgt die Zunahme 0,6 Prozent.

Im Kanton St.Gallen hat im Jahr 2019 sowohl die Zahl der Schweizerinnen und Schweizer (+621; +0,2%) wie auch die Zahl der ausländischen ständigen Wohnbevölkerung (+2‘416; +2,0%) eine Zunahme erfahren.

Auf Gemeindeebene sind 49 der 77 Gemeinden gegenüber dem Vorjahr gewachsen und 28 Gemeinden verzeichnen einen (leichten) Bevölkerungsrückgang.

Rapperswil-Jona wächst, Benken schrumpft

Das stärkste prozentuale Wachstum weisen die Gemeinden Oberbüren (+2,9%; +94 Personen), Bad Ragaz (+2,7%, +162 Personen) und Eggersriet (+2,6%, +59 Personen) auf. Das stärkste absolute Wachstum zeigt sich in der Gemeinde Rapperswil-Jona (+278 Personen; +1,0%). Umgekehrt erfuhren den grössten prozentualen Rückgang die Gemeinden Untereggen (-2,5%, -27 Personen), Tübach (-1,6%, -23 Personen) und Benken (-1,4%, -43 Personen).

Alle Wahlkreise verzeichnen einen Bevölkerungszuwachs. Der Wahlkreis Werdenberg liegt mit einem Plus von 1,1 Prozent an der Spitze, während die Wahlkreise St.Gallen und Toggenburg mit einem Plus von 0,2 Prozent das tiefste Bevölkerungswachstum aufweisen.

Die nicht-ständige Wohnbevölkerung nahm leicht ab

Ende 2019 lebten zusätzlich zu den 510'734 Personen der ständigen Wohnbevölkerung 10'147 Personen im Kanton St.Gallen, die entweder einen Nebenwohnsitz im Kanton begründen, Kurzaufenthalter oder Personen im Asylprozess mit einer Aufenthaltsdauer von weniger als 12 Monaten sind.

Wird diese Personengruppe zur ständigen Wohnbevölkerung dazugerechnet, umfasst die Wohnbevölkerung des Kantons St.Gallen Ende 2019 insgesamt 520'881 Personen. Im Vergleich zu 2018 entspricht dies einer Zunahme um 2'777 Personen (+0,5 Prozent), wobei diese Zunahme ausschliesslich auf das Wachstum der ständigen Wohnbevölkerung zurückzuführen ist.

Knapp ein Viertel Ausländeranteil, Anstieg in Amden

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der ständigen ausländischen Staatsangehörigen um 2'416 auf 124‘818 Personen gestiegen. Der Anteil der ausländischen Staatsangehörigen liegt Ende 2019 bei 24,4 Prozent und somit um 0,3 Prozentpunkte höher als im Vorjahr.

Prozentual am stärksten gewachsen ist die ausländische Wohnbevölkerung in den Gemeinden Amden (+14,0%, +24 Personen), Oberbüren (+12,9%, +70 Personen) und Eggersriet (+12,4%, +25 Personen). Absolut gesehen findet sich die grösste Zunahme in der Stadt St. Gallen mit 351 zusätzlichen ausländischen Staatsangehörigen.

Geburtenüberschuss und Zuwanderung hinter Zuwachs

Die Bevölkerungsentwicklung im Kanton St.Gallen ist auf den Geburtenüberschuss (Differenz zwischen der Anzahl Geburten und der Anzahl Todesfälle) von 1‘222 Personen, den positiven Wanderungssaldo von 1‘409 Personen sowie die Bestandesbereinigung zurückzuführen. Letztere umfasst die Bevölkerungsdifferenz im Vergleich zum Vorjahr, die nicht auf Geburten, Todesfälle oder Wanderungen zurückgeführt werden kann.

Gut 1'400 Einbürgerungen

Im Jahr 2019 wurden 1'406 Personen eingebürgert. Das sind 577 Personen weniger als noch im 2018.

Vier von fünf der eingebürgerten Personen wurden über das ordentliche Verfahren eingebürgert (1'166 Personen). 237 Personen erhielten die Schweizer Staatsbürgerschaft über eine erleichterte Einbürgerung und drei Personen wurden wiedereingebürgert. Knapp 60 Prozent der Personen, welche 2019 die Schweizer Staatsbürgerschaft erhielten, stammen aus Süd- und Südosteuropa.

Demografische Alterung geht weiter

Ende 2019 betrug der Anteil der Kinder und Jugendlichen (Personen unter 20 Jahren) im Kanton St.Gallen 20,5 Prozent, der Anteil der über 65-Jährigen 18,5 Prozent. Damit ist der Kanton St.Gallen etwas jünger als die Gesamtschweiz, deren Anteil an Kinder und Jugendlichen unter 20 Jahren bei 20,0 Prozent und der Anteil der Personen über 65 Jahren bei 18,7 Prozent liegt. Der Anteil der erwerbsaktiven Bevölkerung (Personen zwischen 20 und 64 Jahren) liegt im Kanton St.Gallen bei 61,0 Prozent (Gesamtschweiz 61,4 Prozent).

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der Kinder und Jugendlichen gleichgeblieben. Der Altersquotient, der das Verhältnis von Einwohnern im Rentenalter zur Erwerbsbevölkerung wiedergibt, lag Ende 2019 im Kanton St.Gallen bei 30,4 Personen im Rentenalter auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter. In 34 Gemeinden ist dieser Altersquotient höher als der kantonale Durchschnitt.

Hoher Rentneranteil in Amden

Am grössten ist der Anteil der Personen im Rentenalter gemessen an der Erwerbsbevölkerung in den Gemeinden Wildhaus-Alt St.Johann (46,9 über 64-Jährige Personen im Verhältnis zu 100 Personen im erwerbsfähigen Alter), Amden (46,0 Personen) und Ebnat-Kappel (45,3 Personen). Am wenigsten Personen über 64 Jahren gemessen an der Erwerbsbevölkerung haben die Gemeinden Niederbüren (21,6), Eichberg (22,3) und Häggenschwil (22,8).

Woher die Zahlen kommen

Die publizierten Zahlen stammen aus der schweizerischen Statistik der Bevölkerung und der Haushalte (STATPOP), der unter der Leitung des Bundesamtes für Statistik erstellten Statistik der Bevölkerung und der Haushalte.

Weitere Informationen hier.

Statistik Kanton St.Gallen