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28.01.2022
28.01.2022 11:43 Uhr

Oberlandautobahn soll bis 2040 realisiert werden

Autobahnkreisel Betzholz in Hinwil aus der Luft. In welcher Variante der Lückenschluss kommt, ist noch offen.
Autobahnkreisel Betzholz in Hinwil aus der Luft. In welcher Variante der Lückenschluss kommt, ist noch offen. Bild: FDP Wetzikon
Der Bund hat den Zahlungsrahmen für Betrieb, Unterhalt und Anpassungen auf den Nationalstrassen festgelegt. Er nimmt die Oberlandautobahn ins Strategische Entwicklungsprogramm Nationalstrassen auf.

Gute Nachrichten für alle BefürworterInnen der Oberlandautobahn: Der Bundesrat hat am Mittwoch bekanntgegeben, dass die Lücke im Zürcher Oberland geschlossen werden soll und er es in das Strategische Entwicklungsprogramm Nationalstrassen (STEP) aufnimmt. Es wird dem Realisierungshorizont 2040 zugeordnet.

«Das würde kein Sanitärinstallateur so bauen»

Wie Jürg Röthlisberger, Präsident vom Bundesamt für Strassen (ASTRA), an der Medienkonferenz von Mittwoch sagte, ist der Grundsatz der Projekte, dass der Schwerpunkt auf der Entlastung und in der Trainage in den Agglomerationen liege.

Die Oberlandautobahn ist eines der 16 Grossprojekte, welches das ASTRA von den Kantonen übernommen hat. Bei der Oberlandautobahn gehe es um Verträglichkeit und Sicherheit. Im Zürcher Oberland habe man heute eine Inhomogenität, eine Lücke, die man verbessern müsse. Denn heute fliesse der Verkehr von der Autobahn durch die Zentren wieder auf die Autobahn. Das könne keine gute Lösung sein. Röthlisberger formulierte es salopp: «Das würde kein Sanitärinstallateur so bauen».

Nur drei Projekte aufgenommen

Wie Jürg Röthlisberger gegenüber zueriost.ch auf Anfrage sagte, sei die Aufnahme des Oberlandautobahn-Projektes nicht selbstverständlich gewesen. Denn von den 16 Ausbauvorhaben, welche die Kantone dem Bund vorgelegt haben, wurden nun nur drei ins STEP aufgenommen. Neben der Oberlandautobahn sind das noch die Umfahrung Netstal und eine Verbindung zwischen Bellinzona und Locarno.

Das Oberlandautobahn-Projekt hatte vermutlich auch deshalb gute Chancen, weil der Kanton Zürich es schon weit vorangetrieben hatte. Für die Lückenschliessung sieht der Bund fast 2 Milliarden Franken vor.

Varianten-Entscheid noch nicht gefallen

Ob es zur Variante mit offenem Teilstück oder zu der Streckenführung «Tunnel tief» kommen wird, sei noch nicht entschieden, so Röthlisberger gegenüber zuerost.ch. Das dürfte noch einmal vier Jahre dauern, meint der Astra-Direktor.

Jetzt beginne die Projektierung, danach werde die Verträglichkeit des Vorhabens mit der Umwelt sichergestellt. Dabei ging es vor allem um Grundwasserschutzzonen. Ende April geht die am Mittwoch präsentierte STEP-Vorlage in die Vernehmlassung.

Video der Medienkonferenz des Bundesrats von Mittwoch, 26. Januar 2022, zu den Nationalstrassen.

Zürioberland24 / Linth24