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Rapperswil-Jona
14.01.2022

Weltbazar: Grosses Engagement für die Solidarität

Ein Dankeschön geht an die vielen Helferinnen und Helfer, die sich für den Weltbazar engagierten.
Ein Dankeschön geht an die vielen Helferinnen und Helfer, die sich für den Weltbazar engagierten. Bild: zv
Im letzten November führte die reformierte Kirche Rapperswil-Jona den Weltbazar durch. Dabei konnten CHF 31'000.—gesammelt werden, welche nun in Projekte in Georgien und Tansania fliessen.

Der beachtliche Betrag wurde am Weltbazar, dem traditionellen Adventsmarkt der Kirchgemeinde am ersten Adventswochenende, erwirtschaftet. Ermöglicht wurde dies durch das Engagement von über 200 Freiwilligen. 

Grosser Flohmarkt verzauberte die Besuchenden

Auf dem neu gestalteten Kirchplatz und im Innern des Kirchenzentrums in Jona entstand Ende November letzten Jahres ein kleines Adventsdorf mit Verpflegungsbuden und attraktiven Verkaufsständen. Neben der Kirche war auf der Wiese erstmals ein grosses Festzelt für die Gastronomie aufgestellt. In tagelanger Arbeit wurden für den Bazar Adventsgestecke gefertigt. Monatelang wurde gebastelt, gestaltet und gestrickt. Unzählige Artikel wurden für den Flohmarkt entgegengenommen.

Der Flohmarkt war ein grosser Erfolg. Bild: zv

Die Bücherstube lud zum Schmökern ein. Bäckerinnen und Bäckern lieferten ofenfrisch ihre Guetzli und Kuchen ab. Einmal mehr waren allen Generationen im Einsatz. Jugendliche vom reformierten Erlebnisprogramm «Pfefferstern» engagierten sich neben Senioren und Seniorinnen, Männer und Frauen kochten und grillierten, während in der Kaffeestube drinnen Vermicelles und Kuchen serviert wurden. Draussen drehte die Liliputbahn ihre Runden. Im Tipi-Zelt wurden Geschichten erzählt. Auch das traditionelle Kerzenziehen durfte nicht fehlen. Erstmals beteiligte sich eine Männergruppe, die für den Bazar Bier gebraut hatte. Die kircheneigene Jugendtanzgruppe «roundabout» füllte mit ihrer Tanzshow das Festzelt.

Partnergemeinde aus Georgien zu Gast

An jedem Weltbazar ist jeweils eine Partnergemeinde zu Gast. Dieses Mal war mit einer sechsköpfigen Gruppe erstmalig Georgien vertreten. Sie führten einen Stand mit attraktiven Produkten und bewegten mit ihren Liedern die Herzen der Besucher. Herzlichen Dank an alle Beteiligten für die geleistete Arbeit und die Unterstützung! Ohne sie wäre der Anlass überhaupt nicht möglich gewesen.

Tagessstätte für Kinder und Berufsbildung für Frauen

Die Hälfte des Gewinns aus dem Weltbazar geht an eine Tagesstätte für Kinder und Jugendliche in Tiflis, Georgien. Diese wird von der Georgisch-baptistischen Kirche geführt. Das Land steckt wegen der Corona-Pandemie in einer tiefen Wirtschaftskriese, da der Tourismus als wichtigste Einnahmequelle völlig zum Erliegen gekommen ist. Viele Menschen verarmen. Kinder leiden besonders darunter. Bischof Ilia Osephashvili und die Bischöfin und Menschenrechtsaktivistin Rusudan Gotsiridze berichteten anlässlich ihres Besuchs am Weltbazar über die schwierige Situation in ihrer Heimat.

Mit der zweiten Hälfte des Gewinns wird die Berufsbildung von Frauen und Jugendlichen im Süden Tansanias unterstützt. Das Schweizer Hilfswerk Mission21 arbeitet dafür mit der lokalen Herrnhuter Kirche zusammen. Benachteiligt sind dort vor allem Menschen mit Behinderungen, die oft stigmatisiert und von Ausbildungsmöglichkeiten ausgeschlossen werden.

Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Rapperswil-Jona