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Leserbrief
Gesundheit
14.12.2021
14.12.2021 16:31 Uhr

«Impfpflicht statt weiterer erfolgloser Massnahmen»

Das Bundesamt für Gesundheit BAG (l.) sei personell in eine Impf-Taskforce zur Umsetzung der Impfpflicht umzuwandeln, findet Roland Dürig.
Das Bundesamt für Gesundheit BAG (l.) sei personell in eine Impf-Taskforce zur Umsetzung der Impfpflicht umzuwandeln, findet Roland Dürig. Bild: Hadi (CC0, via Wikimedia Commons) / Pixabay
Angesichts der Zahlen beurteilt Leser Roland Dürig die Corona-Massnahmen als erfolglos und empfiehlt dem BAG, die Versuche abzubrechen. Vielmehr brauche es eine Impf-Taskforce und Impfpflicht.

«Täglich mindestens 10'000 neue Fälle, über 100 Spitaleinweisungen und durchschnittlich 35 Tote ist genug. Auffallend hoch sind auch die infizierten Lehrer- und Schülerzahlen in den Kantonen Bern und Zürich, die sich in Selbstisolation oder sogar in Quarantäne begeben mussten.

Umdenken nach «Minus-Erfolgen» der BAG-Vorschriften

Das BAG hat bisher genug Vorschriften erlassen, im Glauben, der Pandemie ein Ende zu setzen. Nach solchen Minus-Erfolgen aber ist es höchste Zeit, dem Schweizervolk keine weiteren erfolglosen Massnahmen mehr zuzumuten. Es muss doch möglich sein, die 75% Geimpften vor einer vierten und fünften Impfung zu schützen und allen Impfgegnern sowie der SVP Schweiz den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Der Bundesrat müsste in dieser Situation neue Prioritäten setzen und sich voll und ganz dem fehlenden Impfpflicht-Gesetz zuwenden, welches nach 2 bis 3 Monaten in allen Kantonen und Gemeinden gleichzeitig eingeführt werden sollte. Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass die Wirksamkeit einer Impfung nach vier Monaten nachlässt. Die Schweiz kann das Ziel erreichen, wenn innerhalb dieser Zeit die gesamte Bevölkerung geimpft ist, dadurch können weitere Mutationen verhindert werden.

Umwandlung des BAG in Impf-Taskforce

Gleichzeitig müsste das BAG personell neu in eine Impf-Taskforce umgewandelt werden. Sie muss mit weitreichenden Kompetenzen ausgerüstet die Erfolgsstrategie planen, organisieren, informieren und letztlich die Impfpflicht in der Schweiz flächendeckend einführen und überwachen. Dazu gehören zertifizierte Fachleute wie Ärzte, Virologen, Wissenschaftler, Anwälte, Stabsoffiziere, Polizeikommandanten, Hilfspersonal usw.

Die Taskforce wäre auch zuständig für die schweizweite Bereitstellung von Impflokalen, Impfpersonal und genügend Impfmaterial.

Über den Umfang und Dauer des notwendigen Lockdowns (Industriebetriebe, Post, SBB und Postautobetriebe ausgeschlossen) für Restaurants, Veranstaltungen, Tourismus und Freizeitgewerbe während der Einführungsdauer des Impfgesetzes entscheidet die neue Taskforce. Um den gleichzeitigen Start schweizweit auszulösen, wären unsere Sirenen sehr geeignet.

Bund und Kantone demselben Konzept unterstellen

Liebe Leserinnen und Leser, die Erfolgsstrategie erfordert eine streng durchorganisierte Impfkampagne und ein Konzept, dem der Bundesrat und alle Kantonsregierungen unterstellt werden. Bund, Kantone und Gemeinden unterstützen personell die Taskforce.

Noch mehr ins Detail gehen überlasse ich der neuen Taskforce, zudem würde es den erlaubten Rahmen für einen Leserbrief sprengen.»

Roland Dürig, Schwanden