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Leserbrief
Rapperswil-Jona
08.11.2021

«Stadtrat von RJ will Steuern senken und mehr»

Bild: Linth24
Linth24-Leser Beat Schuler und Elisabeth Beer aus Jona stellen sich einige Fragen zum präsentierten Budget 2022 und nehmen die Vorhaben kritisch unter die Lupe.

«Erstaunlich: Ausgerechnet der SP-Stadtrat Luca Eberle präsentiert, dass der Stadtrat die Steuern senken will. Dass dies nur den Gutbetuchten etwas bringt, sollte bekannt sein. Wäre es nicht gescheiter dieses Geld in Klimaschutzprojekte zu investieren? Momentan vernehmen wir von der Klimakonferenz in Glasgow welch’ gewaltige Anstrengungen in die alternative Energieproduktion nötig wären, um unsere Zukunft zu retten. In RJ scheint dies nur die Grünen und die GLP zu beschäftigen, jedenfalls nicht den Stadtrat und nicht die andern Parteien.

Die Stadt hat zwar gewaltige Reserven und einen Klimafond, konkret geschieht fast nichts auf den vielen städtischen Dächern. Man gibt das Geld, immerhin 3.5 Millionen, lieber für eine Verbreiterung der Unterführung aus, obwohl in den nächsten Jahren in unmittelbarer Nähe der Haltestelle Blumenau eine Neue gebaut wird. Diese zwei Bauvorhaben haben miteinander nichts zu tun, so hat man mir im Rahmen der Partizipation mitgeteilt. Obwohl man hier sinnvolle Entflechtungen realisieren könnte.

Auch der neue Artikel „für bezahlbares Wohnen im Rahmen ihrer Möglichkeiten“, welcher die Stadt kreiert, ist der perfekte Gummiparagraph! Wenn’s nicht opportun ist, fehlen die Möglichkeiten. Zahlungskräftige Zuzüger brauchen schliesslich keine Genossenschaftswohnungen, schon gar keine städtischen.

Und ob die Mittelstufen-Schülerinnen und Schüler mit dem Laptop kreativere Köpfe werden ist zu bezweifeln. Jedenfalls macht ein Taschenrechner keine besseren Kopfrechner.

Bemerkenswert ist auch welches Thema an der Bürgerversammlung fehlt! Das Parlament: Warum keine Informationen? Warum keine Debatte? Honi soit qui mal y pense.»

Beat Schuler und Elisabeth Beer aus Jona