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30.06.2021

Schulterschluss der Spitex im Linthgebiet

Karen Peier (l.), Präsidentin Spitexverein Eschenbach-Schmerikon, und Peter Göldi, Präsident Spitex Linth.
Karen Peier (l.), Präsidentin Spitexverein Eschenbach-Schmerikon, und Peter Göldi, Präsident Spitex Linth. Bild: Spitex Linth
Ab dem 1. Januar 2022 gehen die Spitexvereine Linth und Eschenbach-Schmerikon in eine gemeinsame Zukunft. Die Spitex-Vorstände sowie die Schmerkner und Eschenbacher Gemeinderäte sagen dazu Ja.

Die Zusammenarbeit der Spitexvereine Linth und Eschenbach-Schmerikon kommt zustande. An ihren Sitzungen haben sich die Gemeinderäte von Eschenbach und Schmerikon sowie die Vorstände der beiden Spitexorganisationen für eine gemeinsame Lösung ausgesprochen.

Gemeindepräsidenten stützen den Entscheid

«Zusammen können wir noch besser auf die Bedürfnisse der Klientinnen und Klienten eingehen, ich denke da zum Beispiel an den Ausbau der Abendeinsätze und der Palliative Care oder den Aufbau einer Psychiatriespitex», begründet der Gemeindepräsident von Eschenbach, Cornel Aerne, den positiven Entscheid.

Auch der Gemeindepräsident aus Schmerikon, Félix Brunschwiler, ist überzeugt: «Es macht keinen Sinn, so nahe beieinander zwei Organisation dasselbe machen zu lassen. Hier liegen Synergien brach, die genutzt werden sollen, beispielsweise in der Administration oder in der Einsatzplanung, aber auch bei den Programmlizenzen.»

Bezugspersonen für KlientInnen bleiben

Ab dem 1. Januar 2022 wird die Spitex Linth neben Uznach, Gommiswald, Kaltbrunn, Benken, Schänis, Weesen und Amden neu auch Eschenbach und Schmerikon bedienen. Dabei geht es nicht um eine Gebietszusammenlegung, sondern um eine Gebietserweiterung um diese zwei Gemeinden mit einem bereits bestehenden Team. «Die Mitarbeitenden sollen in ihren bisherigen Teams weiterarbeiten und Bezugspersonen für ihre heutigen Klientinnen und Klienten bleiben. Bei Personalengpässen können sie einander teamübergreifend aushelfen. Das ist ein grosser Vorteil», führt Peter Göldi, Präsident der Spitex Linth aus.

Dies ist auch ein wesentlicher Punkt für Karen Peier, Präsidentin der Spitex Eschenbach-Schmerikon: «Es geht hier nicht um eine Sparübung, sondern um die beste Lösung sowohl für die Einwohnerinnen und Einwohner der angeschlossenen neun Gemeinden als auch für unsere Mitarbeitenden. Diese leisten einen wichtigen Beitrag dazu, dass Menschen in unserer Region so lange wie möglich selbstbestimmt zu Hause leben können. Gerade die Coronapandemie hat deutlich gezeigt, wie gross dieses Bedürfnis ist. Die Arbeit der Spitex wird in Zukunft noch stärker nachgefragt werden – dieser Trend ist schon heute klar spürbar.»

Dreiköpfige Geschäftsleitung – Zentrale in Kaltbrunn

Mit der Geschäftsleitung wird die bisherige Spitex-Linth-Leiterin Christine Schnyder betraut. Ihre Kollegin von Eschenbach-Schmerikon, Astrid Gonçalves Dias, wird als Mitglied der Geschäftsleitung die neu geschaffene Stelle Leitung Pflege und Haushalt übernehmen. Drittes Mitglied der Geschäftsleitung ist die bisherige Leiterin Finanzen und Administration der Spitex Linth, Yvonne Moos.

Mit diesem Powertrio wird nochmals ganz bewusst in die Qualität und Zukunftsentwicklung der ambulanten Pflege in der Region investiert. Christine Schnyder: «Es ist toll, dass wir die verschiedenen Fachgebiete wie das Wundmanagement, die Ausbildung oder die Qualitätssicherung nun einheitlich koordinieren können und so die Voraussetzungen schaffen, weitere wegweisende Projekte anzupacken. Wir freuen uns auf diese Herausforderungen und sind überzeugt, mit unseren grossartigen Mitarbeitenden diese gut meistern zu können.»

Operieren wird die Spitex Linth weiterhin von Kaltbrunn aus. Der Schulterschluss der beiden Vereine wird in den nächsten Monaten vorbereitet. Mit der gemeinsamen Organisation soll ab Januar 2022 gestartet werden.

Spitexvereine Linth und Eschenbach-Schmerikon / Gemeinden Eschenbach und Schmerikon