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Leserbrief
Kanton
02.06.2021

«Nein zur Schliessung des Spitals Wattwil»

Es brauche die Solidarität aller Kantonsteile fürs Spital Wattwil, so die Uetliburger Kantonsrätin Eva B. Keller.
Es brauche die Solidarität aller Kantonsteile fürs Spital Wattwil, so die Uetliburger Kantonsrätin Eva B. Keller. Bild: zVg
Laut Kantonsrätin Eva B. Keller ist ein stationäres und ortsnahes Angebot der Altersmedizin notwendig. Die Schliessung des Spitals Wattwil wäre eine Verschlechterung. Keller sagt darum Nein.

«Viele Spitaleintritte erfolgen in die medizinische Abteilung. Z.B. um Beschwerden genauer abzuklären, weitere Massnahmen festzulegen und evtl. die Verabreichung von Medikamenten anzupassen. Das betrifft vorwiegend ältere Patienten. Manchmal ist ein Aufenthalt auf der Akutgeriatrie nötig. Für die Altersmedizin ist daher ein stationäres Angebot notwendig.

Der Besuch von Angehörigen oder Nachbarn ist für das Wohl der Betagten sehr wichtig, ganz besonders für Demente, die durch den Spitalaufenthalt noch zusätzlich verwirrt sind. Gerade für Angehörige, die Hochbetagte betreuen, ist die Nähe eines Spitals eine grosse Entlastung.

Spital Wattwil in der Altersmedizin führend

Nun soll das Spital Wattwil, das in der Altersmedizin führend war, geschlossen werden. Die medizinische Versorgung im Toggenburg wird damit deutlich verschlechtert.
Ob die übrigen Regionalspitäler langfristig bestehen bleiben, ist fragwürdig. Die Spitallandschaft im Kanton St.Gallen wird total verändert.
Mit dem Referendum am 13. Juni hat die Bevölkerung die Möglichkeit, sich dazu zu äussern. Es braucht die Solidarität aller Kantonsteile. Deshalb Nein zur Schliessung des Spitals Wattwil.»

Eva B. Keller, Kantonsrätin SP, Uetliburg