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03.03.2021

Deponie Sittenwald: Gegner engagieren Anwalt

Das geplante Renaturierungsprojekt für die Ammler Deponie Sittenwald stösst auf Widerstand.
Das geplante Renaturierungsprojekt für die Ammler Deponie Sittenwald stösst auf Widerstand. Bild: zVg
Mit einem Anwalt wehren sich die Projekt-Gegner gegen die Festsetzung im kantonalen Richtplan. Sie bezweifeln die technische und rechtliche Machbarkeit und sehen Konflikte mit dem Naturschutz.

Die Auseinandersetzung um die Ammler Deponie Sittenwald verschärft sich. Wie die Linth-Zeitung berichtet, hat die IG Fli Amden einen Anwalt eingeschaltet. Dieser soll sich beim Kanton gegen die Festsetzung des Deponiestandorts in der Richtplan-Anpassung für 2021 einsetzen, deren Vernehmlassung bis 31. März 2021 läuft.

Viele Einwände auf verschiedenen Ebenen

Die Gegner zweifeln, dass die Renaturierung der Deponie mittels Auffüllung technisch umsetzbar ist und stellen die Frage, ob das überhaupt wünschenswert und nötig sei, da die Natur bereits begonnen habe, den Standort zurückzuerobern.

Zudem argumentieren sie, dass das Projekt ein Objekt im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler (BLN) schwerwiegend beeinträchtige. Dies werde auch durch ein Gutachten der eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) gestützt.

Missachtung der Rechtsprechung des Bundes?

Schliesslich verweisen die Gegner auch auf die drohende Missachtung der Rechtsprechung des Bundesgerichts. So fordere diese unter anderem detailliertere Abklärungen bezüglich der Auswirkungen bereits auf der Stufe des Richtplans. Doch genau hier gebe es unüberwindbare Konflikte.

Gegenüber der Linth-Zeitung hält das kantonale Baudepartement das Vorhaben dennoch für umsetzbar.

Redaktion Linth24