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Leserbrief
Gesundheit
26.01.2021

«Schule ‹separiert› Kinder mit Masken-Dispens»

Im Kanton Zürich gilt seit Montag eine Maskentragpflicht für den Schulunterricht ab der 4. Klasse. (Symbolbild) Bild: zvg
Der Sohn von Leserin Silvia Schoch Keller ist als Fünftklässler in Wald ZH direkt von der verschärften Maskentragpflicht betroffen. Als Mutter findet sie deren Auswirkungen «menschenverachtend».

Kinder ohne Maske werden in der Schule ‹separiert›

«Unser Sohn Andri (5. Kl.) hat – wegen der ab heute von der Bildungsdirektion ZH verschärften Maskenpflicht*, auch für den Sportunterricht – sehr schlecht geschlafen und ist nur widerwillig zur Schule gegangen. Wie soll der Unterricht funktionieren, wenn er das Gesicht der Gspänli kaum sieht? Wie soll er im Sport unter der Maske atmen? Kurz: Die Maskenpflicht belastet und demotiviert ihn.

Diese negativen Auswirkungen der Maskenpflicht habe ich der Klassenlehrperson heute Morgen mitgeteilt – was die Lehrperson lediglich mit Verweis auf die kantonalen Vorgaben, die einzuhalten seien, entgegengenommen hat. Schlimmer noch: Die Lehrperson hat ergänzt, es gebe in der Klasse ein Kind mit medizinischer Masken-Dispens, das (Zitat) ‹separiert› werde, d.h. durch Abstand von den Gspänli getrennt werde.

Menschenverachtender Umgang von ‹Pädagogen›

Als Mutter bricht es mir das Herz, wie ‹Pädagogen› – neben der Lehrperson auch die Schulleiterin und die Bildungsdirektion – menschenverachtend mit den Kindern umgehen. Corona als Grund dafür, ein Kind ohne Maske in der Schule zu ‹separieren›? Und 4. Klässlern einen Maskenzwang aufzuerlegen? Obwohl Kinder und Jugendliche (glücklicherweise) nicht zur Risikogruppe gehören!

Wo bleibt da das ‹Wohl der Kinder› (und Jugendlichen), wozu die Volksschule verpflichtet wäre? Und wo die vor Corona als so wichtig bezeichnete ‹Integration› und ‹Sozialkompetenz›?

Eltern und glaubwürdige Lehrpersonen – wie Lorenz Vontobel (vgl. sein PDF-Leserbrief vom 21. Jan. im ZO/AvU), der auf die schwierige Situation von Jugendlichen (und Kindern) in der Pandemie hinweist – wehrt Euch für Eure Kinder! Ich werde Rekurs bei der Bildungsdirektion ZH einlegen.

* gleichzeitig wird auch der Schwimm-Unterricht verboten... (an die zahlreichen Ertrinkungstoten, auch Kinder – vgl. PDF-SLRG-Statistik – hat die Bildungsdirektion wohl nicht gedacht...)»

Silvia Schoch Keller, Wald ZH