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18.01.2021

Pandemie macht Zürichsee-Schifffahrt schwer zu schaffen

Die MS Wädenswil wird derzeit einer «Kur» unterzogen.
Die Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) wird von den Auswirkungen der Corona-Pandemie hart getroffen. Die Passagierzahlen gingen letztes Jahr um 57 Prozent zurück.

Rund 755'000 Fahrgäste hat die Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) im vergangenen Jahr befördert, wie sie gestern mitteilte. Das sind 982'000 weniger als 2019. Eigentlich habe das Jahr 2020 mit einem Gästerekord begonnen, schrieb die ZSG. Im Januar und Februar genossen 87'194 Passagiere das frühlingshafte Wetter auf einer Schifffahrt – rund 18,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Lockdown beendete den Schifffahrtsboom.

Keine Erholung

Starke Einbussen verzeichnete auch der Bereich Erlebnisschiffe. Mit 180'000 Franken erwirtschaftete das Unternehmen in diesemSektor 724'000 weniger als 2019. Auch die Anzahl der Schiffsver-mietungen sank drastisch: Insgesamt erzielte die ZSG letztes Jahr 181'000 Fr. mit der Vermietung ihrer Schiffe – 650'000 Franken weniger als noch im Vorjahr. Keine Erholung im 2021 erwartet

Im Hinblick auf die anhaltend unsichere Lage seien die Aussichten für 2021 getrübt, schrieb das Unternehmen. «Wir rechnen mit einem ähnlichen Passagiervolumen wie im vergangenen Jahr», wurde ZSG-Direktor Roman Knecht in der Mitteilung zitiert. Die ZSG hat deshalb ihren Sommer-Fahrplan angepasst. Wie schon im Vorjahr gilt zwischen Mai und September eindurchgängiger Fahrplan. Die übliche Fahrplanverdichtung im Juli und August entfällt, ebenso wie die Grosse Seerundfahrt jeweils am Morgen ab Zürich zur Ufnau und nach Pfäffikon.

Das Motorschiff Wädenswil, das sich seit Oktober 2020 in Revision befindet, wird ab Juni mit einem neuen, modernen Innenleben wieder in See stechen.

Linth24/sda