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Leserbrief
Gesundheit
10.01.2021

«Evidenzlose Politik mit Planungs-Sicherheit»

Linth24-Leser Jürg Rückmar: «Unberücksichtigt bleibt bei der Aussage der Todesfallstatistik, wie viel mehr Suizid-Tote es gegeben hat aufgrund der extremen Einschränkungen und Verboten.» Bild: Linth24
In seinem Lesebrief vergleicht Jürg Rückmar den Bundesrat mit dem Big Brother aus dem dystopischen Roman 1984 und dankt ihm in sarkastischer Weise, dass nun mehr Planungssicherheit herrsche.

«Auch nach über 9 Monaten findet man in den öffentlich zugänglichen Zahlen keine Evidenz, dass Sars-Cov-II die generelle Todesfallstatistik des BfS übermässig mit mehr Toten belastet im Vergleich zu den letzten 10 Jahren.

Unberücksichtigt bleibt bei dieser Aussage, wie viel mehr Suizid-Tote es gegeben hat wegen den extremen Einschränkungen und Verboten (z.B. Deutschland rechnet mit einer um 600% erhöhten Selbstmordrate).

Unberücksichtigt sind dabei auch viele ältere Menschen, welche aus Perspektivlosigkeit ihren Lebenswillen aufgegeben haben und früher von uns geschieden sind, als dies aus gesundheitlichen Gründen eigentlich hätte geschehen müssen.

Wieso gehen Gesunde zum Arzt?

Seit Monaten halten sich die KMU’s und die Bevölkerung an die einschneidenden Massnahmen, mehr Infizierte gibt es nur noch wenn mehr getestet wird – wieso geht da überhaupt noch jemand hin, wenn man nicht krank ist … wer nicht krank ist, geht ja auch nicht einfach so zum Arzt – oder?

Was sind überhaupt die Grundlagen?

Eigentlich kommt es ja sowieso nicht mehr drauf an, denn was sind die Grundlagen für die Verlängerung der einschneidenden Massnahmen durch Bundesrat und Kantonsregierungen?

Nicht etwa neue alarmierende Zahlen – nein: Die Fallquoten sinken, was aber natürlich daran liegt, dass man nicht fleissig genug getestet hat.

Wird viel getestet, sind die Zahlen hoch und man muss dringend etwas tun!

Sind die Zahlen tief, liegt das an zu wenigen Tests und man muss dringend etwas tun!

Egal wie stark wir Bürger uns an die Massnahmen gehalten haben – man muss immer etwas tun …. so einfach ist die Welt geworden!

Sperren erinnern an Diktaturen

Ausgangssperren und Enteignungen haben einen etwas herben Beigeschmack, das hört sich nach Freiheitsentzug, Bevormundung, Überwachung etc. an und erinnert zu stark an üble Diktaturen.

Lockdown tönt da viel salonfähiger – also let’s lockdown und sofort schwingt gleich viel mehr Musik mit. Let’s lockdown am Morgen, am Abend und auch in der Nacht – let’s lockdown den ganzen Tag. Kundgebung von besorgten Bürgern – let’s lockdown, Familienfeier zuhause – let’s lockdown, freche Worte gegen die Weisheit der Regierung – let’s lockdown …. wer hat noch nicht, wer will noch mehr?

Danke Big Brother!

Das Schöne daran: Dank Herr Berset & Co haben wir endlich mehr Planungssicherheit erhalten. Die Beizer wissen, dass sie nun bis Ende Februar Däumchen drehen und Miete bezahlen dürfen, die arbeitslos gewordenen Personen wissen, dass sie die nächsten Monate Bewerbungen schreiben dürfen – dank bundesrätlich verordneter Planungssicherheit müssen wir uns zukünftig um Nichts mehr kümmern, Big Brother wird’s schon für uns richten!»

Jürg Rückmar, Päffikon SZ