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Uznach
01.01.2021
01.01.2021 14:23 Uhr

Uznach: Gottesdienste mit Salz- und Wassersegnung

Der Brauch, das Salz, Wasser, Kreide und Weihrauch zu segnen geht bis ins Jahr 1691 zurück und wird in Uznach dieses Jahr in der Stadtkirche und Kreuzkirche stattfinden. Bild: Linth24
In den Gottesdiensten vom Samstag, 2. Januar in der Stadtkirche und am Sonntag, 3. Januar in der Kreuzkirche in Uznach wird das Wasser und Salz gesegnet.

In den meisten Pfarreien wird um den Festtag Erscheinung des Herrn in den Gottesdiensten Salz, Wasser, Kreide und Weihrauch gesegnet. Meistens findet diese Segnung zusammen mit der Aussendung der Sternsinger statt.

So auch in Uznach: In den Gottesdiensten vom Samstag, 2. Januar um 18:30 Uhr in der Stadtkirche und am Sonntag, 3. Januar um 7:45 Uhr in der Kreuzkirche wird das Wasser und Salz gesegnet. Wasser und Salz können mitgebracht und vor dem Altar hingestellt werden.

Brauch geht zurück ins Jahr 1691

Der Brauch, das Salz, Wasser, Kreide und Weihrauch zu segnen geht bis ins Jahr 1691 zurück. Viele Geschichten erzählt man sich um den Dreikönigstag.

So wurde damals schon am 6. Januar die Häuser und Bauernhöfe gesegnet. Man stellte das eigene Hab und Gut unter den Schutz des lebendigen Gottes und hoffte auf ein gutes, neues Jahr. Die Sternsinger bringen diesen Schutz mit der gesegneten Kreide mit und schreiben diesen Segen bei den Häusern an die Haustüre.

Salz – Ein kostbares Gewürz

Salz ist eines der ältesten und früher auch eines der kostbarsten Gewürze. In der Bibel kommt das Salz in einer sehr bekannten Geschichte vom Propheten Elischa vor: Dort wird berichtet, dass es in einer Stadt viele Fehlgeburten gab, weil das Wasser der Quelle schlecht geworden war. Elischa warf Salz in die Quelle mit den Worten: «So spricht der Herr: Ich mache dieses Wasser gesund. Es wird keinen Tod mehr verursachen.» (2 Kön 2,21)

Leben aufblühen und sich entfalten

Die Segnung des Wasser hat also einen rein praktischen Grund. Es bewahrt das Wasser davor, zu verderben und erhält ihm auch nach längerer Zeit seine Frische. Durch das Salz erhält das Wasser eine besondere Frische und wer mit ihm besprengt wird, der soll sich diese Stärke und diese Lebenskraft bewahren. Wo Wasser, dem das Salz beigemischt wurde, versprengt wird, soll das Leben in seiner ganzen Frische aufblühen und sich entfalten.

«Ihr seid das Salz der Erde»

Es erinnert an das Jesuswort, das er seinen Jüngern mit auf den Weg gegeben hat: «Ihr seid das Salz der Erde.» (Mt 5,13) So sollen auch wir Christen der Welt den richtigen Geschmack verleihen – und nicht lau oder fade unsere Botschaft verkünden.

Gottesdienste mit Salz- und Wassersegnung

Samstag, 2. Januar um 18.30 Uhr in der Stadtkirche 

Sonntag, 3. Januar um 7.45 Uhr in der Kreuzkirche 

Pfarrei Uznach