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Eschenbach
03.12.2020

Erfolgreiche Neophyten-Bekämpfungsaktion in Diemberg

Das mit Wurzeln des Essigbaums belastete Erdmaterial wurde komplett abgetragen und einer geeigneten Deponie zugeführt. Bild: Linth24
Bei einem Aufwertungsprojekts des ehemaligen Industrieweihers in Diemberg wurde die vorhandene Vegetation entfernt und die offene Grube mit sauberem Bodenmaterial aufgefüllt.

Der ehemalige Industrieweiher ist in den vergangenen Jahren zunehmend eingewachsen, hat sich zu einer monotonen bestockten Fläche gewandelt und seine ehemalige Qualität verloren. Im Rahmen des Aufwertungsprojekts wurde in den vergangenen Wochen die vorhandene Vegetation entfernt und die offene Grube mit mehr als 2'500 m3 sauberem Bodenmaterial aufgefüllt.

Unterschiedliche Stillgewässer

Auf Höhe des umliegenden Geländes werden nun unterschiedlich dimensionierte Stillgewässer gebaut, welche mit wertvollen Kleinstrukturen ergänzt werden. Das Aufwertungsprojekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität in der Gemeinde Eschenbach. Insbesondere die Förderung von gefährdeten Amphibien und Reptilien steht dabei im Vordergrund.

Die zum Vorschein kommenden Blindschleichen wurden zu ihrem Schutz vorsichtig in den angrenzenden Asthaufen gebracht. Bild: Linth24

Vielfältige Unterstützung

Das Vorhaben ist Teil des bisher sehr erfolgreich verlaufenden Vernetzungsprojekts RapperswilJona/Eschenbach 2016-2022. Gemeinsam mit dem laufenden Landschaftsqualitätsprojekt leistet letzteres einen wichtigen finanziellen Beitrag zur Umsetzung des Aufwertungsprojekts Müliweiher. Weitere Geldgeber sind der Kanton St. Gallen, die Gemeinde Eschenbach, die Ernst Göhner Stiftung und der Fonds Landschaft Schweiz.

Kampf gegen invasive Pflanzenarten

Als Teil des Aufwertungsprojekts wurde ein sehr grosser Bestand an Essigbäumen (Rhus typhina) entfernt und fachgerecht entsorgt. Essigbäume zählen zu den invasiven Neophyten, also exotischen Pflanzenarten welche sich bei uns unkontrolliert ausbreiten und die einheimische Flora und Fauna
verdrängen. Dank dem tatkräftigen Einsatz von Eigentümerschaft, Bewirtschafter, Unternehmer und der suisseplan Ingenieure AG sowie der Gemeinde Eschenbach, kann die betroffene Fläche künftig wieder landwirtschaftlich genutzt werden.

Das Erdmaterial wurde soweit abgetragen, bis keine Wurzeln mehr sichtbar waren. Bild: Linth24

Auch Private können einen Beitrag leisten

Die Bekämpfung von invasiven Neophyten funktioniert nur, wenn verschiedene Stellen erfolgreich zusammenarbeiten. Privatpersonen, welche invasive Neophyten in ihrem Garten entdecken oder Fragen zur fachgerechten Bekämpfung haben, können Sie sich gerne bei der Naturschutzkommission der Gemeinde Eschenbach melden. Weitere Informationen zum sachgerechten Umgang mit invasiven Neophyten finden Sie auf der Webseite der Gemeinde.

Gemeinde Eschenbach