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Leserbrief
Eishockey
27.11.2020
27.11.2020 17:01 Uhr

Eishalle: «Stadtrat arbeitet nach Zufallsprinzip»

Alt Stadtrat Max Rechsteiner: «Unsere Beschwerde richtete sich gegen die Lakershalle und nicht gegen die Flameshalle.»
Die Stadt nahm Anfang Woche Stellung zur Trainingshalle der Lakers im Grünfeld, nun folgt ein Leserbrief: Die «besorgten Bürger» halten dagegen und wollen nicht «an die Wand gestellt werden».
  • Leserbrief von Max Rechsteiner, «Besorgter Bürger» von Rapperswil-Jona

Kürzlich publizierte der Stadtrat eine Stellungnahme bezüglich Einsprache der «Besorgten Bürger» gegen den Bürgerversammlungs-Beschluss in Sachen Trainings-Eishalle im Grünfeld. Dazu vorab Folgendes: Es wäre von der Stadt klüger und anständiger, das Urteil des Verwaltungsgerichts abzuwarten, statt aus dem Nichts heraus Bürger, welche auf korrekte Weisen den Rechtsweg beschreiten, «an die Wand zu stellen». Da die Stadt aber nun vorgeprescht ist, wollen auch wir «Besorgte Bürger» uns zu Wort melden.

  1. Ohne in die Details unserer Beschwerde einzutreten, wird es interessant sein, zu erfahren wie das Verwaltungsgericht die rechtliche Situation unserer Beschwerde würdigt. Auch die Frage, inwieweit in der damaligen Versammlung die Bürger überrumpelt wurden. Sicher ist: Der Antrag in der vor der Versammlung den Bürgern zugestellten Broschüre wich in vielen Bereichen von dem ab, was an der Bürgerversammlung dann vorgetischt wurde. Es ist gut möglich, dass das Gericht es nicht goutiert, dass die Bürger derart ausgehebelt werden.

  2. Der Stadtrat unterstellt uns Bürgern in seiner vorgepreschten Verlautbarung, die Jugendförderung zu verhindern. Das ist falsch. Das ist in einem demokratischen Prozess nicht gerade die feine Art. Denn es geht uns vor allem darum, dass den Bürgern an einer Bürgerversammlung eine nachvollziehbare und rechtlich realisierbare Vorlage unterbreitet wird, welche später auch einem Bewilligungsverfahren standhalten muss. Und nicht ein zusammengeschustertes Werk, das danach in sich zusammenfällt.

  3. Einmal mehr verweist der Stadtrat darauf, dass manche unserer Einsprache-Punkte Teil des späteren Bewilligungsverfahrens seien. Damit wird deutlich, wie miserabel er das Geschäft vorbereitet hat. Ein Rat, der eine Vorlage vorbringt, bei der erst im Bewilligungsverfahren klar wird, ob das Projekt realisiert werden kann, arbeitet nach dem Zufallsprinzip oder mit einer Salamitaktik. Und das nicht nur auf Kosten der Bürger, sondern auch auf die der Sportler, die auf ihre Trainingshalle warten.

  4. Unsere Beschwerde richtete sich gegen die Lakershalle und nicht gegen die Flameshalle. Es sei nochmals betont: Es geht uns nicht um die Verhinderung von Sporthallen, sondern darum, dass ein sauberes Projekt erarbeitet und transparent vorgelegt wird. Dass die heutige Regierung in diesen Fragen nicht brilliert, ist allgemein bekannt.
Max Rechsteiner, alt Stadtrat Rapperswil-Jona