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Leserbrief
Uznach
25.11.2020

«Ja zum Uzner Budget»

«Ein Ja zum Budget ermöglicht Rat und Gemeinde, ihre wichtige Arbeit ohne Unterbruch weiterzuführen», findet Kurt Hollenstein. Bild: Linth24 / Werner Hofstetter
Leser Kurt Hollenstein wendet sich entschieden gegen die Forderung zweier Leser, das Uzner Budget ohne einen realistischen Plan B zurückzuweisen. Damit erweise man niemandem einen Dienst.

In der Linth24 vom 24. November äussern zwei Leserbriefe harsche Kritik am Budgetvorschlag des Uzner Gemeinderates. Es überrascht nicht, dass die Herren Brändle und Eleganti keine Freude daran haben.

Seit Jahren dieselbe Litanei

Ob Budget, ob Rechnung, ob Überschuss oder Defizit: Seit Jahren ist die Litanei dieselbe. Über den Steuerfuss klagen und die Arbeit von Behörden und Verwaltung pauschal schlechtmachen, ohne selbst aber auch nur halbwegs praktikable Alternativen aufzuzeigen.

Eigenkapitalbezug am wenigsten einschneidend

Es stimmt, verglichen mit den letzten Jahren ist der finanzielle Ausblick für 2021 tiefrot. Dafür gibt es verschiedene Gründe, strukturelle und ausserordentliche. Und es gibt auch verschiedene Varianten, darauf zu reagieren.

Ein Eigenkapitalbezug wie vom Gemeinderat vorgeschlagen dürfte die Lösung sein, welche am wenigsten einschneidend ist, weil damit weder die Steuern massiv erhöht noch die Leistungen drastisch abgebaut werden müssen – Leistungen notabene, die zum allergrössten Teil auf gesetzlichen Anforderungen oder Bürgerschaftsbeschlüssen basieren, die man nicht einfach ignorieren kann.

Und ein Hauptzweck des Eigenkapitals ist ja gerade, Ausgabenüberschüsse abfedern zu können.

Ein gut aufgestelltes Gemeinwesen ist wichtig

Die letzten Monate haben gezeigt, wie wichtig ein gut aufgestelltes Gemeinwesen ist, das auch in einer Krise verlässlich funktioniert. Und wir werden in naher Zukunft wohl noch oft froh sein darum.

Mit einer Rückweisung des Budgets ohne realistischen Plan B erweist man niemandem einen Dienst. Ein Ja zum Budget ermöglicht dem Rat und der Gemeinde, ihre wichtige Arbeit ohne Unterbruch weiterzuführen.

Kurt Hollenstein, Uznach