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22.09.2020
23.09.2020 06:13 Uhr

So schreibt man einen Superstar kaputt

Marco Rima steht zu seiner Meinung und hat den Mut, diese als prominente Persönlichkeit auch öffentlich zu verkünden.
Marco Rima – der einzige Schweizer Superstar, der sich laut gegen die Coronamassnahmen wehrt. Und dafür von vielen Massenmedien abgestempelt wird. Linth24 zeigt auf, wie.

Comedian Marco Rima: In den 80er Jahren wurde er zum Superstar mit «Marcocello» und den lustigen Sketches über Wilhelm Tell und Co. In den 90ern besuchten sein Musical „Keep Cool“ rund 500‘000 Leute. Und auch Deutschland kennt den Namen Marco Rima bestens. Seine Tourneen sind bis heute ausverkauft – die aktuelle wurde verschoben wegen der Coronakrise.

Ende Mai veröffentlichte Rima auf seinem Facebook-Account das erste Video gegen die Coronamassnahmen: «Bitte lasst uns wieder arbeiten». Ende August dann erneut ein Video-Post, der die Massnahmen hinterfragt und über eine Million mal angeschaut wurde. Die Zustimmung in Form von Likes und Kommentaren war riesig. Viele bedankten sich oder gratulierten zum Mut. Nur Vereinzelte zeigten sich kritisch, was aber bereits da von den Massenmedien in den Fokus gerückt wurde. Zu unrecht wurde von «Shitstorm» und «grosser Kritik» geschrieben.

Schlagzeile um Schlagzeile

Die Ankündigung, dass Marco Rima bei der Corona-Demo in Zürich vom letzten Samstag eine Rede halten werde, sorgte bereits im Vorfeld wieder für manipulative Schlagzeilen.

Ein doppeldeutiger Titel, der Marco Rima negativ darstellen will.

Die Nachberichterstattung gegenüber dem Künstler blieb teilweise unfair. Sogar Text-/Bildscheren wie hier wurden in Kauf genommen, um Rima zu diskreditieren:

Nach Titel mit Rimas Name plus Lead folgt ein krasses Foto von einem verhafteten Demonstranten.

Dann sorgte ein Fehler Rimas für ein gefundenes Fressen: Bei seiner Rede auf dem Turbinenplatz musste der Comedian kurz improvisieren: «Ja, man kann an Corona sterben, muss man aber nicht. Und die wenigsten werden daran sterben. Niemand wahrscheinlich in den nächsten Monaten, weil wir in den letzten Monaten viele Erkenntnisse gewonnen haben.»

Ein Seitenwechsel im Script wurde Rima zum Verhängnis. Korrekt formuliert hätte diese Stelle gelautet: «Ja, man kann an Corona erkranken und daran sterben. Aber die wenigsten werden daran sterben, weil wir wie schon erwähnt viel aus den letzten Monaten gelernt und auch viele Erkenntnisse gewonnen haben.» 

Ein dummer Fehler. Rimas Entschuldigung via Facebook stiess bei seinen Fans auf viel Verständnis – von 2500 Reaktionen sind gerade mal 80 negativ – und sorgte trotzdem wieder für böswillige Schlagzeilen:

  • Stimmt nicht: Bei seiner Entschuldigung auf Facebook sind von 2500 Reaktionen 80 negativ = 3 Prozent negativ gegen 97 Prozent positiv.
    1 / 2
  • Auch hier wird mit "Shitstorm" ein Schlagwort gewählt, das nicht der Realität entspricht.
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Wer richtig im Bild sein will, welche Haltung Comedy-Superstar Marco Rima wirklich vertritt, kann seinen letzten persönlichen Facebook-Post zu Corona – mit 6000 positiven und 45 negativen Reaktionen – hier lesen.

Redaktion Linth24