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Rapperswil-Jona
06.08.2019

RJ: Stadt lobt eigene Abfall-Plakate

Foto rechts: Mirjam Kühne
Foto rechts: Mirjam Kühne
Mit «provokativen» Plakaten macht die Stadt auf Littering, also das Verschmutzung des öffentlichen Bodens mit Abfall aufmerksam. Das finden nicht alle gut.

Plastiktüten im See, Essensverpackungen neben dem Schloss und Zigarettenstummel vor dem Zoo – auch dieses Jahr machen die Botschafter der Interessengemeinschaft saubere Umwelt (IGSU) in Rapperswil-Jona auf das LitteringProblem aufmerksam. Begleitet wird ihr Einsatz von provokativen Plakaten, die schon letztes Jahr für Furore gesorgt haben.

«Wieso wirfst du deinen Müll auf die Strasse?», heisst es auf Plakaten, die vergangenes Jahr erstmals in der Stadt zum Einsatz kamen. Es folgen Antwortmöglichkeiten wie «Weil mir die Umwelt egal ist» oder «Weil Mami hinter mir herputzt». Die provokativen Plakate der IGSU wurden vergangenes Jahr erstmals in Rapperswil-Jona eingesetzt und danach intensiv in den Medien diskutiert.

Sogar Gemeinden aus dem benachbarten Ausland zeigten Interesse an der Kampagne. Nun feiern die Plakate ein Comeback. Begleitet wird die Kampagne von den IGSU-Botschafter-Teams, die von Dienstag, 6. August bis Samstag, 10. August 2019, durch Rapperswil-Jona ziehen. Vom See über das Schloss und die Altstadt bis zum Kinderzoo ermuntern sie Passantinnen und Passanten, ihre Abfälle korrekt zu entsorgen

Littering stört und ist teuer

Littering stört nicht nur, es schränkt die Lebensqualität und das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum ein, hat negative Einflüsse auf das Image einer Stadt oder Gemeinde und kostet schweizweit rund 200 Mio. Franken im Jahr. Um die Bevölkerung für die Littering-Problematik zu sensibilisieren, ziehen IGSU-Botschafter-Teams seit 13 Jahren durch die Schweiz und informieren in über 50 Städten und Gemeinden über Littering und Recycling.

Diskussion auf Facebook

Die Plakate hängen schon ein paar Tage und entsprechend setzte auch die Diskussion auf Facebook früh ein. Insbesondere auf der Seite «Du bisch vo Rappi, wenn ...» meldeten sich Befürworter der Aktion. Sie meinten, dass die Sprache deshalb frech sei, weil man damit junge Menschen ansprechen wolle. Ein paar wenige störten sich an die Ansprache mit dem «Du» und bereichneten die Kampagne als Jaggressiv und abstossend» oder als «primitiv und belehrend».

Linth24/OM