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Kaltbrunn
01.09.2020

Daniela Brunner hat immer einen Plan B

Daniela Brunner ist seit Februar 2020 im Amt als Gemeindepräsidentin von Kaltbrunn. Bild: zvg
Daniela Brunner ist seit Februar 2020 Gemeindepräsidentin von Kaltbrunn und hat als ehemaliger Stabsoffizier der Schweizer Armee immer einen Plan B, wie sie im Linth24-Interview verrät.

In Kaltbrunn werden am 25. September 5 Gemeinderäte (inkl. Gemeindepräsidentin) sowie die Geschäftsprüfungskommission gewählt.

Linth24: Mit welcher Metropole würden Sie Ihre Gemeinde vergleichen?

Daniela Brunner: Mit keiner, weil wir eine gesunde Landgemeinde mit einer hohen Lebensqualität im ruralen Natur- und Lebensraum sind und keine Metropole. Der Vorteil ist die Nähe zu politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Zentren, dem urbanen oder metropolitanen Raum.

Welches sind die wichtigsten Pendenzen Ihrer Gemeinde, die dringend angepackt werden müssen?

Neu- und Erweiterungsbau Alterszentrum, Ortsplanungsrevision, Erschliessung des Arbeitsgebietes Neufeld und die Ansiedlung der Unternehmen, Neubau Feuerwehrdepot und die Verkehrssicherheit im Dorf.

Welche Schwierigkeiten bringt die Corona-Krise speziell für Ihre Gemeinde mit sich?

Die Einschränkungen für die Bevölkerung generell aber auch in unserem Alterszentrum und im Schulbetrieb waren die Massnahmen einschneidend. Doch Gesundheit der Bevölkerung hat oberste Priorität.

Welche für Sie persönlich?

Keine – ich bin heilfroh, waren nicht noch mehr Menschen von der Krankheit betroffen. Dafür darf man auch dankbar sein.

Unabhängig von Bund und Kanton: Welche Corona-Massnahmen würden Sie gerne für Ihre Gemeinde ändern?

Mit diesen Vorgaben können wir gut umgehen. Auf welcher Staatsebene auch immer Entscheide gefällt werden müssen, sie tragen auch die Verantwortung – dies wird meines Erachtens zu wenig anerkannt.

Welchen Kandidaten möchten Sie künftig unbedingt in Ihrem Gremium haben und wieso?

Als Gemeindepräsidentin ist es meine Aufgabe, mit jedem gewählten Ratsmitglied zu arbeiten. Wichtig ist die Art und Weise der Zusammenarbeit. Ein respektvolles, faires und lösungsorientiertes Zusammenwirken. Und es braucht eine konstruktive Kultur im Rat.

Was würden Sie machen, wenn Sie überraschend nicht wiedergewählt werden?

Als ehemaliger Stabsoffizier der Schweizer Armee habe ich immer auch einen Plan B.

Gemeinden kommen zunehmend unter Druck. An jeder Ecke und für jedes Projekt lauern Einsprachen und Gegner. Hat sich die Welt des Regierens verändert und wenn ja, wie reagieren Sie darauf?

Die Partizipation am Staatsgeschehen ist mit der Demokratie in der Schweiz sehr grosszügig. Dies auf allen Stufen, ob Bund, Kanton oder Gemeinde. Sind wir froh, leben wir in einem Land, wo dies möglich ist. Dafür sind wir Behördenmitglieder gewählt.

Gemeindewahlen im Linthgebiet

Alle Kandidatinnen und Kandidaten, die sich im Linthgebiet zur Wahl stellen, sehen Sie hier in der Übersicht von Linth24. Und die gesamte Wahlberichterstattung sowie Interviews mit den GemeindepräsidentInnen finden Sie im Linth-24-Wahlen-Dossier.

Sibylle Marti, Linth24