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Kanton
21.08.2020
21.08.2020 18:17 Uhr

SP will wohnortnahe Gesundheitsversorgung

Die St.Galler SP ist u.a. mit den Plänen für die Spitalstandorte Flawil (l.) und Wattwil nicht einverstanden.
Die kantonale SP-Fraktion ist enttäuscht vom Ergebnis der vorberatenden Kommission in Bezug auf die Spitalstrategie und fordert andere Lösungen für Wattwil, Altstätten und Flawil.

Die SP hat in der Vergangenheit im Zusammenhang mit der Spitalstrategie stets betont, dass sie die regionale, wohnortnahe Gesundheitsversorgung als gefordertes Angebot des Service Public weiterhin erhalten will. Daran hält sie fest.

Lösung für Wattwil und Altstätten gefordert

Für Wattwil sieht die SP die Möglichkeit einer Kombination aus Spitalleistungen mit Notfallversorgung, innerer Medizin und Akutgeriatrie sowie therapeutischen Leistungen in Zusammenarbeit mit den Psychiatrieverbunden und allenfalls privaten Leistungserbringern in der Langzeitpflege.

Das Spital Altstätten befindet sich in einem «Alterscluster», ist umgeben von Alters- und Pflegeheimen, weshalb sich hier ein akutgeriatrisches Angebot ebenfalls mit Notfall und innerer Medizin aufdrängt.

Es wird in der Diskussion im Kantonsrat um die Frage gehen, wie viel uns eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung auch in den Regionen wert ist und darum, wie die bestehenden Bauten bestmöglich genutzt werden können. Die SP fordert die betroffenen Regionen – aber auch und gerade die nicht betroffenen – zur Regionen-Solidarität auf.

Sorge um Bettenkapazitäten am Kantonsspital

Mit der Vorlage sollen die Spitalstandorte Rorschach und Flawil innerhalb der nächsten Jahre geschlossen werden, Rorschach bereits 2021. Die Bettenkapazitäten dieser beiden Spitäler müssen zum grossen Teil am Kantonsspital bereitgestellt werden – in Räumen, die es aktuell gar nicht gibt.

Die SP befürchtet, dass die rasche Schliessung der beiden Standorte und die damit verbundenen massiven Investitionen am Kantonsspital zu einem Kollaps am KSSG, zu einer Überbelegung und zu grossem Stress beim Spitalpersonal führen werden.

Dass derart rasch viele Betten abgebaut werden, muss nochmals, insbesondere bei der Weiterentwicklung des Standortes Flawil, überdacht werden. Die SP fordert für den Standort Flawil eine zukunftsfähige Lösung mit hinreichender Übergangsfrist. Die Substanz der Spitalbauten ist sehr gut und es wäre fahrlässig, diese nicht weiterhin durch die öffentliche Hand zu nutzen. Ein Verkauf an Private kommt für die SP nicht in Frage.

SP Kanton St.Gallen