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Kultur
13.05.2022

«Reisen ins Unglück»: Vortrag im Stadtmuseum

Holzschnitt im Appenzeller Kalender 1808 (r.) mit den beiden aus der Sklaverei zurückgekehrten Schweizern.
Holzschnitt im Appenzeller Kalender 1808 (r.) mit den beiden aus der Sklaverei zurückgekehrten Schweizern. Bild: Stadtmuseum Rapperswil-Jona
Am Mittwochabend, 18. Mai 2022, referiert die Historikerin Heidi Eisenhut im Stadtmuseum Rapperswil-Jona über Schweizer Sklaven in Nordafrika – anhand zweier Erlebnisberichte.

Am Mittwoch, 18. Mai um 18:30 Uhr spricht Heidi Eisenhut, Leiterin der Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden, im Stadtmuseum über ein aussergewöhnliches Thema: über Schweizer Sklaven in Nordafrika.

Erlebnisberichte zweier als Sklaven verschleppter Reisläufer

Die Appenzeller Reisläufer Johannes Rohner und Johannes Frischknecht gerieten 1796 im Mittelmeer in die Hände muslimischer Kaperfahrer. Sie wurden nach Tunis verschleppt. Während Frischknecht als Sklave in einem Kalksteinbruch arbeiten musste, wurde Rohner Haussklave. Nach mehreren erfolglosen Versuchen kamen die beiden Appenzeller 1806 frei. Die Referentin setzt den Fokus auf die beiden Erlebnisberichte, die als Reportage 1807/08 und als autobiografischer Text 1825 erschienen sind.

Der Vortrag ist eine Kooperation mit dem Historischen Verein des Kantons St.Gallen, dessen Neujahrsblatt 2022 dem Thema «Reiseberichte» gewidmet ist.

Kurzinfo

Anlass: Vortrag «Reisen ins Unglück»
Termin: Mittwoch, 18. Mai 2022, 18:30 bis 20:00 Uhr
Ort: Stadtmuseum Rapperswil-Jona, Herrenberg 30/40, 8640 Rapperswil
Eintritt: CHF 8

Stadtmuseum Rapperswil-Jona