Home Region Sport In-/Ausland Magazin Agenda
Schänis
08.04.2019

SCHÄNIS: AMPHIBIENBESTAND NIMMT WEITER ZU

Der Amphibienstand in der Region Schänis hat drittes Jahr in Folge zugenommen und erreicht neue Höchststände.

Einmal mehr haben viele Mitglieder von Schänner Natur und Tierfreunde den Amphibien geholfen, ihren Weg über die Kantonsstrasse Schänis – Ziegelbrücke zum Laichgewässer  St. Sebastian zu erleichtern.

Die Sonne hat dieses Jahr sehr früh die Wälder und Matten  am Fusse des Schännerberges erwärmt. Diese Wärme weckte Frösche und Kröten aus ihrer Winterruhe. Danach genügt ein leicht warmer Regen, der das Urverlangen auslöste, zum Laichgewässer zu wandern. Auf dem Weg zum St. Sebastianweiher müssen die Amphibien die Kantonsstrasse und die Bahnlinie überschreiten. Da sie wechselwarm sind und die Weibchen Laich mittragen, sind sie noch nicht so agil und verweilen unterwegs, leider auch mit fatalen Folgen auf der Kantonsstrasse. Um diese Tragödie zu vermeiden sind im Februar wieder Lurchenzäune (Strassenkreisinspektorat) gestellt und Kübel vergraben worden.

In den folgenden 3 Wochen liefen Freiwillige und Freunde der Schänner Natur morgens und abends die Zäune ab, hievten die Tiere aus den vergrabenen Kübeln und notierten Gattung und  Anzahl. Anschliessend wurden die ‚Wanderer‘ auf der anderen Seite der Strasse freigelassen und konnten den Weg zum Laichgewässer wieder fortsetzen. Die gesammelten Daten zeigen ein Gesamttotal von 7074 Tieren (5603 Frösche und 1471 Kröten).

Erfreuliche Amphibienbestände in Schänis

In den vergangenen 30 Jahren wurden in Schänis noch nie so viele Tiere auf der Frühjahreswanderung gezählt. Dass unter anderem das grössere Angebot an Wasserfläche (im Zusammenhang mit der Linth-Sanierung) die Zunahme der Amphibienpopulation begünstigt, scheint wahrscheinlich. Im schweizweiten Vergleich ist diese Spezies aber stark rückläufig.

Wo Amphibien sind, hat es auch Nahrung - für unzählige Tiere

Hoffen wir, dass der grosse Aufwand bei der Frosch und Kröten Wanderung weiterhin von willigen Helfern und Helferinnen unterstützt wird. Den Amphibien zu liebe, wie auch allen anderen Tieren, die durch sie eine Abwechslung in der Nahrung finden. So zum Beispiel Köcherfliege, Molch, Fisch, Ente, Igel, Marder, Fuchs, Eule  und andere. Frösche und Kröten vertilgen täglich beinahe ihr Eigengewicht an Insekten. Tragen wir Sorge zu ihnen.

An dieser Stelle ist einmal mehr ein «herzliches Danke» an alle Helferinnen und Helfer, an die Landbesitzer, an das Strassenkreisinspektorat Schmerikon in Schänis, an die Politische Gemeinde Schänis, und Alle, die auf ihre Weise die Amphibienaktion unterstützt haben.

Gabi Corvi