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Uznach
16.02.2022
16.02.2022 15:22 Uhr

Wird das Pflegezentrum Linthgebiet zum Asylzentrum?

Der Kanton hat die Gespräche mit dem zuständigen Zweckverband aufgenommen.
Der Kanton hat die Gespräche mit dem zuständigen Zweckverband aufgenommen. Bild: Zweckverband Pflegezentrum Linthgebiet
Aufgrund der hohen Auslastung kantonaler Zentren, möchte der Kanton St.Gallen das stillgelegte Pflegezentrum Linthgebiet in Uznach vorübergehend als Asylzentrum nutzen.

Aufgrund der aktuellen Prognosen des Staatssekretariats für Migration und den Erfahrungen der letzten Jahre ist in den nächsten Monaten mit einem Anstieg der Asylgesuchszahlen zu rechnen. Dies insbesondere aufgrund der momentanen Situation an der Ostgrenze.

Hohe Auslastung

Die kantonalen Zentren für Asylsuchende sind gegenwärtig zu 85 Prozent belegt. Der Kanton St.Gallen bereitet sich daher vor, seine Aufnahmekapazitäten in den kantonalen Zentren für Asylsuchende zu erhöhen. Er hat gegenüber dem Zweckverband Pflegezentrum Linthgebiet sein Interesse bekundet, das im Februar 2022 stillgelegte Pflegezentrum in Uznach zur vorübergehenden Nutzung als Asylunterkunft in Betrieb zu nehmen.

Auf Anfrage eingetreten

«Wichtig ist zu erwähnen, dass es sich um eine temporäre Lösung handelt, die auf zwei Jahre befristet ist,» meint Uznachs Gemeindepräsident Diego Forrer, der gleichzeitig Vizepräsident des Zweckverbandes ist, gegenüber Linth24.

Der Zweckverband strebt zwar an, das Zentrum auch zukünftig als regionales Gesundheits- und Pflegezentrum zu betreiben. Die bisherigen Bemühungen sind jedoch erfolglos verlaufen. Im Sinne einer Zwischennutzung hat sich der Verwaltungsrat in Absprache mit der Gemeinde Uznach nun entschieden, auf die Anfrage des Kantons einzutreten und Verhandlungen mit dem Sicherheits- und Justizdepartement zu führen.

Wie geht es nun weiter?

Die Verhandlungen für die Umnutzung sind nun gestartet. Ein allfällig nächster wichtiger Schritt wäre dann die Erteilung einer Baubewilligung, die es für die Umnutzung benötigt.

«Ganz wichtig ist es, die die Bevölkerung umfassend zu informieren, und aufzuzeigen, dass es bezüglich Immissionen keine Befürchtungen braucht, denn das Migrationsamt macht eine ausgezeichnete Arbeit, das haben die diesbezüglichen Erfahrungen in Amden und Weesen gezeigt,» so Diego Forrer.

Staatskanzlei SG / Linth24