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28.01.2022

EZL mit erfreulichem Jahresergebnis

Der Jahresgewinn der EZL liegt mit CHF 4,5 Mio. leicht über dem Vorjahr. (Im Bild: Hansruedi Müller, l., und Ernst Uhler)
Der Jahresgewinn der EZL liegt mit CHF 4,5 Mio. leicht über dem Vorjahr. (Im Bild: Hansruedi Müller, l., und Ernst Uhler) Bild: EZL
Das Geschäftsjahr 2021 konnte die Energie Zürichsee Linth erneut positiv gestalten. Der Umsatz stieg um 3,3 Mio. (+6%) auf CHF 59,4 Mio. Ein wichtiger Grund war dabei die kühle Witterung bis in den Mai 2021.

Darum geht es:

  • Das Geschäftsjahr 2021 konnte die Energie Zürichsee Linth EZL erneut positiv gestalten.
  • Der Umsatz stieg um 3,3 Mio. (+6%) auf CHF 59,4 Mio.
  • Ein wichtiger Grund war dabei die kühle Witterung bis in den Mai 2021. Damit konnte deutlich mehr Energie ausgeliefert werden.
  • Der Gasabsatz stieg um fast 12%, der Wärmeabsatz verdreifachte sich.
  • Wiederum positiv zu erwähnen sind der erneute Kundenzuwachs und die Entwicklung in den neuen Geschäftsfeldern sowie bei den Tochterunternehmen.
  • Der Jahresgewinn liegt mit CHF 4,5 Mio. leicht über dem Vorjahr.
  • Der Generalversammlung wird eine erhöhte Dividende von CHF 60 pro Aktie vorgeschlagen.

Der Energieabsatz bei Privat-, Gewerbe- und Industriekunden stieg um 11,8% auf 609 Gigawattstunden und damit auf einen neuen Rekordwert. Die Jahres-Mittel-Temperatur lag 1,2 Grad C unter dem Vorjahr. Der Winter war nicht kalt, dafür war es bis in den Mai kühl. Erneut haben 85 Liegenschaften mit einer Leistung von 7’500 Kilowatt eine Gas-Heizung in Betrieb genommen. Der Energieabsatz beim Energieverbund Jona stieg um 300%, ebenfalls stieg die Nachfrage auf Kundenseite stark an.

Gas als Treibstoff gewinnt an Zuspruch +25%

3,4 GWh Treibstoff konnten durch die acht EZL-Gas-Tankstellen in R-J, Uznach, R’burg, Siebnen, N’urnen und Netstal an die Mobilitätskunden ausgeliefert werden. CNG-Fahrzeuge belasten die Umwelt dank der sauberen Verbrennung deutlich geringer als Diesel- und Benzin-Fahrzeuge und leisten damit einen wichtigen Beitrag fürs Klima. Mit 100% Biogas und 40 – 60 Rappen/Liter tieferen Preisen im Vergleich zu Diesel/Benzin ist der Treibstoff sehr attraktiv.

Ausbau Fernwärmenetz / Nachfrage steigt

Auch das zweite Betriebsjahr des Energieverbundes Jona verlief ohne Probleme. Das Netz wurde weiter ausgebaut. Die Zahl der angeschlossenen Kunden erhöht sich sukzessive, der Absatz stieg auf 1,3 GWh. Die Akquisitionsbemühungen wurden mit diversen Zusagen belohnt. Weitere Vorprojekte an diversen Standorten in Rapperswil-Jona wie auch in anderen Gemeinden im Kreis See-Gaster wurden gestartet. Besonders zu erwähnen ist der Energieverbund Seerose, der der breiten Öffentlichkeit vorgestellt wurde und auf viel Resonanz stiess. Die klimafreundliche Versorgung mit erneuerbarer Wärme gewinnt an Beachtung.
Im Bereich Contracting hat die Anlage beim Hotel Moxy in Rapperswil ihren Betrieb aufgenommen, der Betrieb läuft problemlos.

Erfolgreich bei Dienstleistungen

Die Abteilung Netz/Technik sorgte dafür, dass wiederum alle Kunden zu jeder Zeit die gewünschte Energiemenge zur Verfügung hatten. Das Arbeitsvolumen bei den Dritt-Aufträgen im Leitungsbau konnte auf hohem Niveau gehalten werden. Die personellen Ressourcen waren erneut sehr gut ausgelastet.

Tochterfirmen erfolgreich am Markt

Die beiden Tochterfirmen Lampert + Walker AG (Rapperswil-Jona) und MZ Sanitär + Heizung AG (Lachen), welche umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Wärme und Sanitär anbieten, haben einen Umsatz von fast 12 Mio. erreicht. Mit der Übernahme der Firma Walker konnte das Serviceangebot ausgebaut werden. Beide Unternehmen konnten mit ihren Ergebnissen einen guten Beitrag zum Konzernergebnis beisteuern.

Beteiligungen stabil

Die Beteiligungen an den Gesellschaften Erdgas Obersee-Linth Transport und Erdgas Regio generieren stabile Erträge. Beide Unternehmen bieten mit ihren stabilen Geschäftsmodellen verlässliche Leistungen für die EZL. Swiss Farmer Power www.sfpinwil.ch konnte ihre Effizienz weiter optimieren und ist heute ein ökologisches Vorzeigemodell und erzielte ebenfalls einen Rekordumsatz.
So werden erneuerbare Gase, Strom und Wärme hergestellt und Gärgut und Nährstoffkonzentrate für die Landwirtschaft gewonnen. Auch die Biogasanlage in Schmerikon lief fast störungsfrei.

Gewinn stabilisiert

Am Konzernumsatz von 59,4 Mio. ist die EZL mit fast 48 Mio. (80%) des Umsatzes unverändert das Schwergewicht innerhalb der Gruppe. Die verbleibenden 20 Prozente werden von den Tochtergesellschaften beigesteuert. Viele Sparten der Unternehmung konnten einen Zuwachs bei der Rentabilität verzeichnen. Bei einem Investitionsvolumen von CHF 2,3 Mio. wurden erneut 2/3 in erneuerbare Projekte investiert.
Der Reingewinn liegt mit 4,5 Mio. leicht über VJ. Das Eigenkapital konnte erneut gesteigert werden und macht mit 49,5 Mio. stabile 69% der Bilanzsumme aus.

CHF 2‘400‘000 Franken Dividende – CHF 60 pro Aktie

Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung eine leicht höhere Dividende von CHF 60 (VJ 55) pro Aktie. Es handelt sich hiermit um die grösste je ausbezahlte Dividende der EZL.

Generalversammlung wieder ohne Publikum

Die kommende GV vom 3.3.2022 wird wieder ohne Publikum durchgeführt, dies aufgrund der Unsicherheit mit Covid. Letztmals konnte die GV im Jahr 2019 im ordentlichen Rahmen mit 400 Aktionären und Gästen stattfinden. Der VR erfährt keine Veränderungen. Ein Antrag betrifft die Statutenanpassung betreffend Änderung des Unternehmenszweckes.
Die Stadt Rapperswil-Jona (36,74%) und Energy Infrastructure Partners (33,75%) sind die Grossaktionäre. Die restlichen Aktien werden von 800 Aktionären gehalten.

Ausblick 2022 – guter Start

EZL ist erfolgreich ins neue Geschäftsjahr gestartet. Das 4. Quartal 2021 fiel sehr kühl aus, so dass der Absatz für diesen Zeitraum einen neuen Rekordwert brachte. Zudem haben sich wiederum diverse Hauseigentümer für Wärmelösungen der EZL entschieden. Die beiden Tochterunternehmen im Installationsbereich haben ebenfalls bereits ein erstes erfolgreiches Quartal in den Büchern.
Der Weg zur Ökologisierung der Wärmeversorgung wird konsequent vorangetrieben. Die duale Strategie: Pflege des Stammmarkts „Gas“, neue Kundinnen und Kunden gewinnen und gleichzeitig die neuen Geschäftsfelder, wie Wärmeverbünde, Contracting, Betriebsführung für Versorgungsanlagen und Mobilität weiter ausbauen, bietet weiterhin viel Potential. Auch der Fokus auf ein konsequentes Kostenmanagement soll wiederum eine gute Basis für ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2022 bieten.

www.ezl.ch/investoren
www.ezl.ch/ezl-news-jan22

Energie Zürichsee Linth AG