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Gesundheit
15.01.2022
15.01.2022 17:40 Uhr

Corona-Maske verhilft Jugendlichen zu Alkohol

Die Masken machen die Altersschätzung schwierig. Testkäufe in Zürich zeigen, dass fast jeder zweite Betrieb Alkohol und Tabak an Jugendliche verkaufte. (Symbolbild)
Die Masken machen die Altersschätzung schwierig. Testkäufe in Zürich zeigen, dass fast jeder zweite Betrieb Alkohol und Tabak an Jugendliche verkaufte. (Symbolbild) Bild: KEYSTONE/MARTIN RUETSCHI
Jugendliche kommen wegen der Maskentragepflicht viel leichter an Alkohol und Tabak. Dies zeigten Testkäufe der Stapo Zürich letztes Jahr. In fast der Hälfte der Läden erhielten die Lockvögel die Produkte.

Die Stadtpolizei Zürich führte im vergangenen Jahr zusammen mit der Suchtpräventionsstelle und dem Blauen Kreuz insgesamt 57 Testkäufe durch. Dabei wurde kontrolliert, ob die Betriebe Bier, Wein oder Zigaretten an unter 16-Jährige und Spirituosen und Mischgetränke an unter 18-Jährige verkaufen.

Wie die Stadtpolizei Zürich am Mittwoch mitteilte, erhielten die 14- bis 17-jährigen Lockvögel in fast jedem zweiten Laden die für sie verbotenen Produkte. Dies bedeute eine deutliche Zunahme im Vergleich zu Vor-Corona-Jahren. Auch auf nationaler Ebene sei diese Entwicklung zu beobachten.

Maskentragepflicht erschwert Altersschätzung zusätzlich

Grund für diesen Anstieg ist die Maskentragepflicht, welche die ohnehin schon schwierige Alters-Schätzung zusätzlich erschwert. Die Polizei empfiehlt dem Personal deshalb dringend, im Zweifelsfall einen Ausweis zu verlangen oder die Produkte nicht zu verkaufen.

Die Angestellten, die illegal Alkohol oder Zigaretten verkauft hatten, wurden beim Stadtrichteramt angezeigt. Gegen die Verantwortlichen würden zudem verwaltungsrechtliche Massnahmen eingeleitet, das heisst sie werden entweder verwarnt, in eine Schulung geschickt, erhalten ein befristetes Verkaufsverbot für Alkohol oder ihnen wird gar das Patent entzogen.

sda / Linth24