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Uznach
12.12.2021
11.12.2021 08:08 Uhr

Aus dem Ochsen in Uznach wird jetzt das Öxli

Vor einem Jahr war hier noch eine grosse Baustelle, nun steht der Neubau Ochsen III kurz vor der Eröffnung.
Vor einem Jahr war hier noch eine grosse Baustelle, nun steht der Neubau Ochsen III kurz vor der Eröffnung. Bild: Linth24
Im Neubau Ochsen III in Uznach zieht bald Leben ein: Ab Frühling gibt es dort einen Gastrobetrieb, eine Tagesstätte und einen Dienstleister für Haus- und Gartenarbeiten.

Seit vielen Jahren schon bietet die Stiftung förderraum im nördlichen Teil des Kantons St.Gallen Wohnmöglichkeiten, Arbeitsplätze und Tagesstruktur für Menschen mit Unterstützungsbedarf. Das können Menschen mit einer psychischen, geistigen oder körperlichen Beeinträchtigung sein, aber auch Menschen, die aus ihrem Tagesrhythmus geworfen wurden. Das Konzept, das sich in der Region St.Gallen und im unteren Rheintal bewährt hat, kommt ab Februar auch in die Region Zürichsee-Linth.

Kleiner Gastronomiebetrieb «Öxli»

Vom neuen Angebot in Uznach profitieren dann aber auch Menschen ohne Beeinträchtigung: Anfang Mai eröffnet im Neubau vom legendären Ochsen ein kleiner Gastronomiebetrieb mit dem sinnigen Namen Öxli. Dort gibt es saisonale Tagesmenüs, die vor Ort konsumiert werden können, ebenso wie Take-Away und Catering.

Tagesstätte

Gleichenorts wird eine Tagesstätte eröffnet. Diese verhilft Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung, einer Lernbehinderung oder einer Verhaltensauffälligkeit zu einer Tagesstruktur mit sozialen Kontakten und einer sinnstiftenden Beschäftigung etwa beim gemeinsamen Kochen, beim Spazieren, im Atelier oder beim Sport. Bereits im Februar zieht der Dienstleister «Haus&Garten» in die Überbauung ein. Dieser wird die beiden Ochsen-Liegenschaften im Schuss halten und daneben auch Hauswartdienste oder Unterhaltsarbeiten für externe Kunden anbieten.

Die letzten Vorbereitungen laufen

Zurzeit laufen die letzten Vorbereitungen für die Eröffnung der neuen Angebote: Im Neubau Ochsen III werden in den nächsten Wochen der Innenausbau und die Gestaltung der Räumlichkeiten an die Hand genommen. Der förderraum führt bereits jetzt Gespräche mit zuweisenden Stellen, wie etwa den regionalen Sozialämtern, der IV, oder dem RAV.

«Im Linthgebiet gibt es einen klar ausgewiesenen Bedarf an marktorientierten Arbeitsplätzen, an Ausbildungs- und Betreuungsplätzen für Menschen mit Unterstützungsbedarf», sagt Alma Mähr, Geschäftsführerin des förderraum. Ebenfalls in den nächsten Wochen wird das Personal zusammengestellt; gesucht sind Arbeitsagogen/innen oder Sozialpädagogen/innen, aber auch Fachkräfte aus der Gastronomie und dem handwerklichen Bereich.

Doris Schlegel als Leiterin

Bereits bekannt ist die Leiterin des Standortes Uznach. Es ist Doris Schlegel, langjährige Mitarbeiterin beim förderraum und Mitglied der Geschäftsleitung: Sie hat schon die Tagesstruktur im rheintalischen Au aufgebaut. 

Das neue Angebot in Uznach ist eine Kooperation zwischen der Stiftung förderraum und den Psychiatrie-Diensten Süd, die mit ihrem Psychiatrie-Zentrum bereits im Ochsen I und II einquartiert sind. Die beiden Organisationen arbeiten schon seit mehr als 10 Jahren erfolgreich zusammen mit vergleichbaren Angeboten im Rheintal und setzen diese Zusammenarbeit in der Region Zürichsee-Linth fort.

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