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Leserbrief
Rapperswil-Jona
10.12.2021

«Endlich so planen wie es eine Stadt benötigt»

Ein Sprung ins Ungewisse: Das 7.5-Millionen-Provisorium für die Lido-Badi wurde knapp abgelehnt.
Ein Sprung ins Ungewisse: Das 7.5-Millionen-Provisorium für die Lido-Badi wurde knapp abgelehnt. Bild: Linth24
Leser Peter Menzl macht sich Gedanken über den Nein-Entscheid an der kürzlichen Bürgerversammlung zum Lido-Kredit in Rapperswil-Jona und präsentiert Ideen zur künftigen Sportstättenplanung.

«Es war nicht richtig, dass die vorübergehende Sanierung des Lido-Bades verworfen wurde. Aber der Entscheid, nach gültigem Recht zustande gekommen, sollte oder muss akzeptiert werden!

Sanierung hätte mehr Zeit für Planung verschafft

Mit der Sanierung hätten die Verantwortlichen der Gemeinde Zeit gehabt, die Sportstättenplanung in die richtige Richtung zu führen, ohne dass eine Badeanstalt gefehlt hätte. Für die Übergangszeit hätte es aber noch genügend Bäder: Badi Rapperswil, Stampf in Jona, diverse kleine Hallenbäder der Schulen!

Eine Stadt mit bald über 30'000 Einwohnern, die zweitgrösste Stadt im Kanton, braucht ein richtiges Hallenbad, zu welchem auch die Nachbargemeinden Zugang hätten. Das projektierte Bad war ein Kompromiss. Nach diesem Projekt hätte Rapperswil-Jona sehr lange auf ein richtiges Bad warten müssen.

Wassersport: Lido – Ballsport: Grünfeld – Eissport: St. Dionys?

Es muss endlich so geplant und ausgeführt werden, wie es eben eine Stadt wie Rapperswil-Jona benötigt.

Der Wassersport gehört ins Lido. Der Ballsport in das Gebiet Grünfeld. Und für den Eissport muss ein Gebiet erschlossen werden, zu welchem viele Wege führen und keine Nachbarschaft beeinträchtig wird. Das Gebiet St. Dionys bietet sich an.

Die heutige Eissporthalle ist am falschen Ort. Der Parkplatz soll für das BWZ und allenfalls auch für eine Mittelschule verwendet werden. Die anfallende Wärme aus der Eisaufbereitung könnte auch in der Industrie verwendet werden.

Für die Anfahrt müsste der Busbetrieb ergänzt werden. Kein Eishockeyspieler fährt mit der umfangreichen Ausrüstung mit dem Fahrrad zur Eissporthalle! Im angrenzenden Industriegebiet hätte es für den Abendbetrieb in der Eissporthalle genügend Parkplätze. Wenn es diese dann auch noch braucht, wenn der Busbetrieb ausgebaut würde.

Entscheid fällen, bevor viel Steuergeld verpulvert wird

So gäbe es noch viele Argumente für eine Halle, in welcher auch im Sommer beliebig Veranstaltungen durchgeführt werden könnten.

Aber irgendeinmal muss ein solcher Entscheid gefällt werden. Bevor noch viel Steuergeld verpulvert wird.»

Peter Menzl, Jona