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12.04.2021

Baustellen verstärken Blechlawine durch Uznach

Die Baustellen auf der Rickenstrasse und auf der Kaltbrunner Gasterstrasse haben Folgen für Uznach. Bild: Linth24 / Werner Hofstetter
Zwei gleichzeitige grössere Strassensanierungen verschärfen die ohnehin angespannte Verkehrssituation in Uznach und fordern die Geduld heraus. Bei der Koordination stellen sich Fragen.

Im Moment ist es gerade prekär im Linthgebiet. Die Strassensanierung im Dorfteil Kaltbrunn lässt eine Durchfahrt von Benken nach der Steinenbrücke nicht zu. Später kommt der Abschnitt Dorf dazu.

Eine Umleitung über die schmale Benknerstrasse nach Uznach-Gommiswald-Ricken wird frühzeitig angekündigt. Wäre ja nicht so schlimm, wenn alles ohne Probleme verlaufen würde. Aber eben nur wenn. Das ergibt eine unangenehme Verkehrssituation in Uznach. Strassenbenützer müssen in den nächsten Wochen und Monaten Änderungen und Staus erdulden. Sie sind sich ja Staukummer gewohnt.

Geschlossene Bahnschranken

Die Geduld der Strassenbenützer wird auf eine harte Probe gestellt: Am Ende der Benknerstrasse steht der Fahrzeugbenutzer zuerst an der Bahnschranke zwischen 5-8 Minuten. Stau bei der Ochsenkreuzung ist vorprogrammiert. Der Durchgangsverkehr ist so intensiv, dass es Minuten dauern kann bis zur Einfahrt ins Städtchen. Oh, da kommt ein Lastwagen mit Anhänger entgegen. Er kann rechts nicht ausweichen, da auf der ganzen Länge der Strasse Autos parkiert sind. Ein Ausweichen auf das rechte Trottoir auf der Gegenseite ist die letzte Chance, einen Unfall zu vermeiden. Dafür wird es prekär für die Fussgänger.

Fahrzeuge jeder Art kommen nicht vom Fleck, da sie warten müssen wegen geschlossener Bahnschranken. Einheimischen sind solche Situationen nichts Neues. Die Blechlawine wird seit Jahren erduldet.

Die Strasse zwischen Uznach und Gommiswald ist z.T. nur einspurig befahrbar. Dies führt zu Wartezeiten. Bild: Linth24 / Werner Hofstetter

Wartezeiten wegen Baustelle auf der Rickenstrasse

Wer meint, er sei nach der Durchfahrt Uznach aus dem Schlamassel heraus, könne die signalisierte Tempoangaben voll ausnützen, fährt gleich in die nächste Baustelle. Nebst der Strassensanierung in Kaltbrunn wird gleichzeitig die Strasse vom Dorf Gommiswald bis Schönenbach saniert. Sämtliche Werkleitungen müssen saniert werden. Randsteine müssen angepasst werden. Die Grabarbeiten werden abgeschlossen mit einem neuen Deckbelag.

Die Arbeiten werden in Etappen von je 150 bis 200 Metern ausgeführt. Das kantonale Strassenbauamt rechnet mit Sanierungsarbeiten bis etwa Mitte Oktober 2021. Der Baustellenbereich kann nur wechselseitig auf einer Spur befahren werden. Tagsüber regeln Verkehrskadetten den Durchgangsverkehr. Es gibt Wartezeiten bis zu fünf Minuten.

In den Nachtstunden regeln Verkehrsampeln die Durchfahrt, sind aber auch träge eingestellt. Vorgesehen sind Nachtarbeiten mit gänzlicher Strassensperre. Diese können aber erst ausgeführt werden, wenn die Baustelle Kaltbrunn fertig ist. Erst dann kann der Verkehr vom Ricken über Kaltbrunn und Uznach umgeleitet werden.

Koordination des Tiefbauamtes wirft Fragen auf

Es tauchen immer wieder Fragen auf wie:

  • Müssen innerhalb so kurzer räumlicher Distanz zwei grosse Strassensanierungen vorgenommen werden?
  • Die Durchgangsverbindung von der Autobahn A15 über den Ricken wird sehr rege benützt. Müsste nicht da schon eine Hinweistafel auf die Situation hingewiesen werden?
  • Müssen in den gleichen Monaten zwei Baustellen eingerichtet werden?
  • Wäre eine vertiefte Detailplanung beim kantonalen Tiefbauamt möglich gewesen, um den Durchgangsverkehr besser zu koordinieren?
Werner Hofstetter, freier Mitarbeiter Linth24