Home Gemeinden In-/Ausland Sport Magazin Agenda
Gesundheit
04.02.2021

Diesjährige Pollensaison beginnt später als 2020

Die derzeit milden Temperaturen haben die Haselkätzchen spriessen lassen. Diese entlassen ihre Pollen in rauen Mengen in die Luft – zum Leidwesen der Allergiker. (Bild: Keystone) Bild: pixabay.com
Kaum schiessen die Temperaturen in die Höhe, kitzeln und kratzen die ersten Haselpollen in Nase und Rachen. Wer zweifelt, ob die Nase wegen Pollen oder Viren läuft, holt sich am besten ärztlichen Rat.

In diesem Jahr sind die Haselpollen deutlich später unterwegs als vor einem Jahr, wie das Allergiezentrum Schweiz (aha!) am Donnerstag mitteilte. 2020 begann die Haselpollensaison schon Anfang Januar. Heuer haben Schnee und Kälte das Erwachen der Hasel bisher verhindert.

Mässig bis starke Pollenbelastung zu erwarten

Ein paar Tage über fünf Grad Celsius und etwas Sonne reichen, damit die männlichen Blütenstände der Hasel bei trockenem Wetter ihre Pollen in die Luft entlassen. Jedes der gelben Kätzchen kann bis zu zwei Millionen allergene Pollenkörner abgeben. Auch die Erlen beginnen demnächst zu blühen.

An regenfreien wärmeren Tagen ist deshalb schweizweit mit einer mässigen bis starken Pollenbelastung zu rechnen, wie es in der Mitteilung heisst. Bis Sonntag dürfte die Belastung gemäss Pollenprognose vor allem im Genferseegebiet und in der Region Basel stark sein.

Ähnlichkeit mit untypischen Corona-Beschwerden

Typisch für eine Pollenallergie sind Niesattacken, juckende, tränende und gerötete Augen oder Juckreiz in Gaumen, Nasen und Ohren; untypische Beschwerden auch für eine Covid-19-Erkrankung. Wer unsicher ist, was hinter den Symptomen steckt, soll telefonisch den Arzt konsultieren, empfiehlt Sereina de Zordo, Leiterin Fachdienstleistungen beim Allergiezentrum Schweiz.

Es empfiehlt Pollenallergikerinnen und -allergikern regelmässig die Pollenprognosen zu prüfen und bei Beschwerden in Absprache mit einem Allergologen Medikamente zu nehmen und sich über eine allfällige Immuntherapie zu informieren. Wer eine Pollenallergie nicht behandle, riskiere allergisches Asthma.

Linth24/sda