Home Gemeinden In-/Ausland Sport Magazin Agenda
Kanton
19.01.2021
19.01.2021 09:54 Uhr

St.Galler Schüler verweigern Präsenz-Unterricht

Symbolbild/KEYSTONE Bild: Keystone
Einige Schüler der GBS St.Gallen weigern sich wegen der Corona-Pandemie am Präsenzunterricht teilzunehmen und schwänzten am Montag die Schule.

Seit Montag gelten in der ganzen Schweiz wieder verschärfte Massnahmen: Läden, die keine Güter des täglichen Bedarfs verkaufen, müssen schliessen, es gilt eine Homeoffice-Pflicht und es dürfen sich höchstens fünf Personen treffen. Vieles erinnert an den Lockdown im März, mit einer Ausnahme: Die Schulen bleiben geöffnet.

Schule wäre offen für Home-Schooling

Das geht vielen Schülern gegen den Strich und so kam es dazu, dass am Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrum St.Gallen (GBS) rund 60 Personen zuhause geblieben sind. Eine Protest-Schülerin sagt gegenüber «20 Minuten», dass sie sich wie im Zirkus vorkommen. Die Fenster müssen bei minus fünf Grad offen bleiben, man sitze mit 19 weiteren Personen eng beieinander und unter den Eltern und Lehrern gebe es Risikopatienten.

Deshalb sollen mehrere Klassen der GBS dem Rektor und den Lehrpersonen mitgeteilt haben, dass sie am Montag nicht in die Schule kommen werden. Diese Forderung sei zunächst gut aufgenommen worden und man habe den Schülern sogar Home-Schooling angeboten.

Kritik an St.Galler Regierung

Doch am Montag teilte die Schule den Schülern mit, dass sie doch auf Präsenzunterricht bestehe. Die Begründung: Man müsse sich den Weisungen des Bildungsdepartements fügen. Rektor Daniel Kehl könne die Argumentation der Schüler zwar nachvollziehen, aber es gebe bei 320 Schulklassen eine enorme Bandbreite von Bedürfnissen und deshalb sei Fernunterricht nicht für alle sinnvoll. 

Wie «20 Minuten» weiter berichtet, kritisieren auch Lehrpersonen den Entscheid des kantonalen Bildungsdepartements und somit der St.Galler Regierung. Konsequenzen fürs Schule schwänzen würden die Schüler in Kauf nehmen. 

 

Linth24