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Lifestyle
20.12.2020
21.12.2020 10:39 Uhr

Wichteln: Alternative zum traditionellen Beschenken

Das Wichteln ist ein beliebter Brauch des Schenkens, welcher oft auch den Geschenkeeinkauf vereinfacht. Bild: Linth24
Das Wichteln ist ein beliebter Brauch, den man aus der Arbeitswelt kennt, aber auch immer mehr in der Familie zu Weihnachten praktiziert wird.

Beim Wichteln geht es darum, einem Bekannten oder Verwandten eine kleine Freude zu bereiten und sich auf die schönsten Tage des Jahres einzustimmen. Dafür setzt sich die Wichtelgruppe zusammen, stellt die Rahmenbedingungen auf und legt per Auslosung fest, wer wen beschenken darf. Die Übergabe der Präsente stellt den Höhepunkt der Tradition dar. Immer mehr wird das Wichteln auch in Familien zu Weihnachten ausgeübt.

Viele Vorteile

Wenn Sie einen großen Freundeskreis haben, dann hilft Ihnen das Wichteln die Ausgaben für die Weihnachtsgeschenke überschaubar zu halten. Die Grundidee des Wichtelns ist, dass jedes Mitglied der Gruppe nur ein einziges Geschenk kaufen muss und nur ein einziges Geschenk erhält. Die Auswahl der Geschenke gestaltet sich deutlich stressfreier, da man nur eine einzige Idee haben muss und so die volle Aufmerksamkeit darauf richten kann.

Wie funktioniert das Wichteln?

Die Rahmenbedingungen müssen geklärt sein. Dazu gehört vor allem die Preisgrenze für gekaufte Geschenke. Jeder Teilnehmer zieht eine Person, welche sie dann beschenken darf. Das Wichteln ist eine geheime Tätigkeit. Sie verraten niemandem für wen Sie ein Geschenk besorgen. An Weihnachten bekommt der oder die Beschenkte das Geschenk und muss erraten, von wem das Präsent ist.

Im Laufe der Jahre haben sich verschiedene Wichtelvarianten entwickelt. Sie alle basieren auf der Grundregel, dass jeder Teilnehmer ein Geschenk bekommt und niemand leer ausgeht. Manche dieser Varianten eignen sich für das Büro und Ihre Arbeitskollegen, andere sind für den engsten Freundeskreis oder die Familie bestimmt.

Das Wichteln kommt von dem Wichtel, welcher eine Gestalt aus den nordischen Sagen ist, der, ohne dass die Menschen ihn bemerken, gute Taten vollbringt. Bild: toggenburg24/Web/freie Nutzung

Ursprung des Wichtelns

«Heimliche Geschenke für liebe Menschen» - so der Grundsatz des Wichtelns. Der Wichtel ist eine Gestalt aus den nordischen Sagen, der, ohne dass die Menschen ihn bemerken, gute Taten vollbringt.

Ebenfalls aus den skandinavischen Ländern stammt die Tradition des «Julklapp». «Jul» steht für das Fest der Wintersonnenwende, während «klapp» mit «klopfen» übersetzt wird. Dahinter verbirgt sich eine Tradition, bei der Unbekannte während der Vorweihnachtszeit an einem Zimmer anklopfen und unerkannt ein Geschenk hineinwerfen. Traditionell enthält das Geschenk ein Gedicht, das Hinweise auf die Person liefert, für die das Präsent gedacht ist. Zu Beginn des Wichtel-Brauchs wurde das Geschenk der Zielperson heimlich zugesteckt. Heutzutage stellt das Verteilen innerhalb der Wichtelgruppe den ersehnten Höhepunkt der Tradition dar.

Wichteln ist international

In Amerika und England erhält jeder Teilnehmer einen «Secret Santa», während die Spanier von einem «amigo secreto» beschenkt werden. In bestimmten Regionen Österreichs sind die «Engerl und Bengerl» bekannt und auf den sonnigen Philippinen stehen die «Monito-monita» im Mittelpunkt der Tradition. Die Regeln unterscheiden sich in den regionalen Bräuchen, doch das Beschenken und die Freude am Gutes tun stehen überall im Vordergrund.

Linth24