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Die Hoffnung auf einen Exploit

Benjamin Weger wird bei den Männern ein Exploit am ehesten zugetraut
Benjamin Weger wird bei den Männern ein Exploit am ehesten zugetraut Bild: KEYSTONE/EPA/CHRISTIAN BRUNA
Biathlon – Die Schweizer Biathleten haben gute Erinnerungen an die letzten Olympischen Spiele in Asien. 2018 klassierten sie sich in Pyeongchang in elf Rennen sieben Mal in den Top Ten.

Einzig die Krönung mit einer Medaille blieb 2018 den Schweizern verwehrt. Nun stehen die Chancen nicht unbedingt rosig, um dies nachzuholen. Für absolute Spitzenränge müsste sehr viel zusammenpassen.

Bei den Männern überzeugte Teamsenior Benjamin Weger, der seine vierten Spiele bestreitet, mit vier Top-12-Rängen. Er liess sich auch von einer Covid-19-Erkrankung Mitte Januar nicht bremsen. Bei den Frauen schaffte es Lena Häcki als einzige Schweizerin einmal in die Top Ten. Beide müssten einen perfekten Tag erwischen, um in den Kampf um die Medaillen eingreifen zu können.

Rätsel gibt in dieser Saison Selina Gasparin auf. Die einzige Schweizer Olympia-Medaillengewinnerin im Biathlon - Silber 2014 im Einzelrennen - hält in der Loipe trotz ihrer 37 Jahre gut mit, bekundet aber im Schiessstand derzeit grosse Mühe. Sie qualifizierte sich für ihre vierten Spiele nur dank der Staffel. In dieser brillierten die Schweizerinnen vor zwei Jahren im Weltcup mit drei Podestplätzen, konnten an diese Erfolge danach aber nicht mehr anknüpfen.

Mittelfristig sieht die Schweizer Zukunft aber durchaus viel versprechend aus. 2025 findet die Heim-WM in Lenzerheide statt, und mit Amy Baserga, der Schweizer Nachwuchssportlerin des Jahres 2021, und Niklas Hartweg sind zwei 21-Jährige in Peking dabei.

Wie immer im Biathlon, dieser eigentlich für Schweizer prädestinierten Kombination aus Schiessen und Langlaufen, ist der Kreis der Favoriten sehr gross - zumal keiner über Erfahrung mit den Windverhältnissen in den Bergen von Zhangjiakou verfügt.

Keystone-SDA