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Sport In-/Ausland
28.01.2022
28.01.2022 23:00 Uhr

Starke Heimteams vor der Olympia-Pause

Jubelnde Zuger und hängende Köpfe auf Seiten von Aufsteiger Ajoie
Jubelnde Zuger und hängende Köpfe auf Seiten von Aufsteiger Ajoie Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER
National League – In der letzten Runde vor der Olympia-Pause setzt sich in der Eishockey-Meisterschaft der National League in vier der fünf Partien das Heimteam durch.

Leader Fribourg-Gottéron (5:3 gegen Biel) und Genève-Servette (3:0 gegen die ZSC Lions) feierten jeweils den zehnten Sieg in Serie vor heimischem Publikum. Titelverteidiger Zug, der erste Verfolger von Fribourg, fertigte Ajoie gleich 11:0 ab - die Jurassier verloren zum 18. Mal in Serie.

Davos bezwang Bern 4:3, während Lugano bei den SCL Tigers 7:4 gewann. Für die Emmentaler war es die 13. Niederlage in Folge. Die National League pausiert nun bis am 22. Februar.

Fribourg gewinnt packendes Spiel gegen Biel

Leader Fribourg und Biel lieferten sich ein packendes Duell, das Gottéron dank vier Skorerpunkten von Chris DiDomenico 5:3 gewann. Nach dem 3:0 von David Desharnais nach 64 Sekunden im Mitteldrittel schien das Heimteam zu einem ungefährdeten Sieg zu kommen, doch kämpften sich die Bieler dank einem Doppelschlag innert 136 Sekunden durch Mike Künzle (26.) und Damien Brunner (28.) zurück. Letzterer trug sich in der fünften Partie in Folge in die Torschützenliste ein. Dabei erzielte er sechs Treffer, total sind es 19.

Der Ausgleich wollte den Gästen aber nicht gelingen, vielmehr gerieten sie in der 39. Minute nach einem Konter 2:4 in Rückstand. Das Tor erzielte Julien Sprunger. In der 47. Minute brachte abermals Desharnais das Heimteam im Powerplay erneut mit drei Toren in Führung. Mehr als das 3:5 durch Jere Sallinen (53.) gelang dem EHCB in der Folge nicht mehr. Das Schussverhältnis im letzten Drittel lautete 10:3 zu Gunsten der Bieler (total 37:25).

Fribourg ist jedoch nicht umsonst das effizienteste Team der Liga und das beste vor heimischem Publikum. Es war für Gottéron der zehnte Heimsieg in Serie und der 18. im 21. Spiel in der BCF-Arena. Biel hatte zuvor neun Partien in Folge gepunktet. Letztmals ohne Punkte waren sie am 11. Dezember beim 1:3 zu Hause gegen ... Fribourg-Gottéron geblieben.

Zug gelingt gegen Ajoie ein "Stängeli"

Am 24. September kassierte Zug gegen Ajoie (2:3 n.V.) eine von nur vier Heimniederlagen in der laufenden Meisterschaft. Diesmal machte der Titelverteidiger mit den Jurassiern kurzen Prozess. Nach 34 Minuten führten die Zentralschweizer 5:0. Im letzten Drittel brachen bei den desolaten Gästen dann alle Dämme. Der EVZ erhöhte bis zur 49. Minute auf 10:0, am Ende lautete das Resultat 11:0. Letztmals hatte am 16. Februar 2013 ein Team aus der National League mehr als zehn Tore in einem Spiel geschossen - Kloten bezwang damals die Rapperswil-Jona Lakers 12:0.

Das 2:0 (7.) und 4:0 (27.) erzielte jeweils Gregory Hofmann, der in der sechsten Partie im Zuger Dress nach der Rückkehr aus der NHL seine Treffer 6 sowie 7 schoss. Im letzten Abschnitt zeichnete sich Marco Müller als dreifacher Torschütze aus. Zwei Treffer gelangen auch Fabrice Herzog. Während der EVZ in der neunten Begegnung im neuen Jahr den achten Sieg feierte, kassierte Ajoie die 18. Niederlage in Folge.

Langnaus 13. Niederlage am Stück

Die SCL Tigers, aus dem Kampf um einen Playoff-Platz längstens herausgefallen, mussten die 13. Niederlage in Folge hinnehmen. Die Emmentaler verloren zuhause gegen Lugano trotz dreier Tore von Harri Pesonen 4:7. 11 der 13 Niederlagen bezogen die Tigers in der regulären Spielzeit. Besonders desolat ist derzeit das Defensivspiel. In den letzten drei Partien liess die seit kurzem von Trainer Yves Sarault betreute Mannschaft 22 Gegentore zu.

Die Luganesi führten nach dem ersten Drittel 3:1 und liessen den Sieg hierauf nie in Gefahr geraten. Dank dem vierten Sieg in den letzten fünf Spielen wahrten sie die Chance auf die direkte Viertelfinal-Qualifikation.

Davos doppelt nach

Davos feierte im vierten Saisonduell gegen Bern mit 4:3 den dritten Sieg. Die Bündner gingen im ersten Drittel dank Julian Schmutz (13.), der in Unterzahl erfolgreich war, und Yannick Frehner verdient 2:0 in Führung. Nach dem 3:1 von Enzo Corvi (33.) glichen die Gäste durch Tore von Simon Moser (39.) und Philip Varone (43.) zum 3:3 aus, ehe Frehner in der 56. Minute mit seinem zweiten Tor in diesem Spiel für den Siegtreffer der Davoser verantwortlich zeichnete.

Der HCD hatte zuvor vier der fünf vorangegangenen Heimspiele verloren. Dank dem zweiten Sieg innert 24 Stunden nach dem 3:0 bei den Rapperswil-Jona Lakers am Freitag hat der Rekordmeister im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation wieder etwas Luft. Das siebtplatzierte Genève-Servette weist einen Rückstand von sieben Punkten aus. Für Bern, das ohne den am Coronavirus erkrankten Trainer Johan Lundskog ins Bündnerland gereist war, setzte es nach zwei Siegen mit nur einem Gegentor die 26. Niederlage im 42. Saisonspiel ab.

Telegramme:

Fribourg-Gottéron - Biel 5:3 (2:0, 2:2, 1:1)

8934 Zuschauer. - SR Piechaczek (GER)/Dipietro, Steenstra (CAN)/Wolf. - Tore: 5. Diaz (DiDomenico, Schmid) 1:0. 18. DiDomenico 2:0. 22. Desharnais (Mottet) 3:0. 26. Künzle (Cunti) 3:1. 28. Brunner (Powerplaytor) 3:2. 39. Sprunger (DiDomenico) 4:2. 47. Desharnais (Sprunger, DiDomenico/Powerplaytor) 5:2. 53. Sallinen (Lööv) 5:3. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron, 3mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: DiDomenico; Rajala.

Fribourg-Gottéron: Berra; Gunderson, Jecker; Sutter, Furrer; Diaz, Dufner; Chavaillaz; Marchon, Desharnais, Mottet; Sprunger, Schmid, DiDomenico; Brodin, Walser, Rossi; Bougro, Haussener, Bykow.

Biel: Paupe; Stampfli, Lööv; Yakovenko, Grossmann; Delémont, Forster; Froidevaux; Hischier, Haas, Rajala; Brunner, Cunti, Künzle; Hügli, Sallinen, Kessler; Korpikoski, Schläpfer, Tanner; Karaffa.

Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Jörg (krank), Biel ohne Hofer, Schneeberger, van Pottelberghe (alle krank), Fey, Kohler und Rathgeb (alle verletzt). Biel ab 57:43 ohne Torhüter.

Zug - Ajoie 11:0 (2:0, 3:0, 6:0)

6852 Zuschauer. - SR Wiegand/Ströbel, Cattaneo/Duc. - Tore: 4. Herzog (Hansson, Martschini/Powerplaytor) 1:0. 7. Hofmann (Simion, Cadonau) 2:0. 25. Cadonau (Djoos, Martschini) 3:0. 27. Hofmann 4:0. 34. Simion (Hofmann, Cadonau) 5:0. 42. (41:30) Herzog (Leuenberger, Martschini) 6:0. 43. (42:22) Müller (Hansson, Klingberg) 7:0. 45. Müller (Kreis) 8:0. 47. Lander (Herzog/Powerplaytor) 9:0. 49. Martschini (Djoos, Lander/bei 5 gegen 3) 10:0. 59. Müller (Djoos, Hofmann/Powerplaytor) 11:0. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Zug, 8mal 2 Minuten gegen Ajoie. - PostFinance-Topskorer: Hansson; Devos.

Zug: Hollenstein; Schlumpf, Kreis; Cadonau, Djoos; Hansson, Nussbaumer; Wüthrich; Simion, Müller, Hofmann; Klingberg, Lander, Zehnder; Martschini, Herzog; Suri, Leuenberger, Allenspach.

Ajoie: Galley (45. Wolf); Gauthier-Leduc, Birbaum; Pouilly, Hauert; Rouiller, Eigenmann; Bartholet; Asselin, Devos, Schmutz; Schweri, Frossard, Huber; Frei, Romanenghi, Fortier; Bogdanoff, Macquat, Schnegg.

Bemerkungen: Zug ohne Bachofner, Gross, Senteler, Stadler (alle verletzt) und Kovar (überzähliger Ausländer), Ajoie ohne Joggi, Wannström (beide krank) und Hazen (verletzt).

Davos - Bern 4:3 (2:0, 1:2, 1:1)

4316 Zuschauer. - SR Stolc (SVK)/Urban (AUT), Fuchs/Kehrli. - Tore: 13. Schmutz (Prassl/Unterzahltor!) 1:0. 16. Frehner (Chris Egli) 2:0. 30. Daugavins (Andersson) 2:1. 33. Corvi (Ambühl, Simic) 3:1. 39. Moser (Daugavins, Pinana) 3:2. 43. Varone 3:3. 56. Frehner (Chris Egli) 4:3. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Davos, 1mal 2 Minuten gegen Bern. - PostFinance-Topskorer: Bromé; Kahun.

Davos: Aeschlimann; Nygren, Jung; Dominik Egli, Zgraggen; Barandun; Heinen; Simic, Corvi, Ambühl; Stransky, Rasmussen, Bromé; Schmutz, Chris Egli, Frehner; Canova, Prassl, Knak.

Bern: Manzato; Untersander, Henauer; Andersson, Beat Gerber; Thiry, Pinana; Hänggi; Praplan, Kahun, Daugavins; Fahrni, Varone, Bader; Conacher, Kast, Moser; Berger, Neuenschwander, Jeremi Gerber; Näf.

Bemerkungen: Davos ohne Nussbaumer, Stoop, Wellinger (alle verletzt) und Pospisil (überzähliger Ausländer), Bern ohne Colin Gerber, Jeffrey, Scherwey und Thomas (alle verletzt). Bern ab 57:49 ohne Torhüter.

SCL Tigers - Lugano 4:7 (1:3, 2:3, 1:1)

4577 Zuschauer. - SR Lemelin (CAN)/Fluri, Stalder/Huguet. - Tore: 3. Carr (Loeffel/Powerplaytor) 0:1. 14. Pesonen (Blaser) 1:1. 18. (17:49) Loeffel (Fazzini, Müller) 1:2. 19. (18:49) Herburger (Vedova) 1:3. 23. (22:44) Pesonen (Blaser, Grenier/bei 5 gegen 3) 2:3. 24. (23:54) Vedova 2:4. 32. (31:08) Blaser 3:4. 32. (32:00) Thürkauf 3:5. 39. Vedova (Bertaggia) 3:6. 41. (40:50) Pesonen (Grenier) 4:6. 60. (59:56) Arcobello (Müller) 4:7 (ins leere Tor). - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen SCL Tigers, 3mal 2 Minuten gegen Lugano. - PostFinance-Topskorer: Grenier; Arcobello.

SCL Tigers: Mayer; Blaser, Grossniklaus; Diem, Schilt; Aeschbach, Leeger; Trachsel; Rohrbach, Grenier, Weibel; Petrini, Schmutz, Pesonen; Lapinskis, Berger, Sturny; Naber, Melnalksnis, Liechti.

Lugano: Irving; Loeffel, Müller; Alatalo, Riva; Chiesa, Guerra; Werder, Wolf; Fazzini, Arcobello, Morini; Carr, Thürkauf, Josephs; Vedova, Herburger, Bertaggia; Traber, Walker, Stoffel.

Bemerkungen: SCL Tigers ohne Elsener, Erni, Huguenin, Langenegger, Punnenovs, Saarela, Stettler, Zaetta, Zryd (alle verletzt), Guggenheim, Loosli, Olofsson und Salzgeber (alle krank), Lugano ohne Herren, Schlegel (beide verletzt) und Boedker (überzähliger Ausländer). SCL Tigers von 55:47 bis 59:56 ohne Torhüter.

Tabelle:

Rangliste: 1. Fribourg-Gottéron 40/85 (134:95). 2. Zug 41/83 (145:94). 3. Rapperswil-Jona Lakers 43/82 (139:107). 4. ZSC Lions 43/79 (141:110). 5. Biel 42/75 (131:109). 6. Davos 42/71 (121:104). 7. Genève-Servette 42/64 (113:112). 8. Lausanne 39/59 (108:115). 9. Lugano 42/63 (128:124). 10. Bern 42/53 (117:121). 11. Ambri-Piotta 42/49 (103:117). 12. SCL Tigers 43/32 (116:170). 13. Ajoie 41/18 (76:194).

Rangliste nach Punktekoeffizient: 1. Fribourg-Gottéron 2,13/40/85 (134:95). 2. Zug 2,02/41/83 (145:94). 3. Rapperswil-Jona Lakers 1,91/43/82 (139:107). 4. ZSC Lions 1,84/43/79 (141:110). 5. Biel 1,79/42/75 (131:109). 6. Davos 1,69/42/71 (121:104). 7. Genève-Servette 1,52/42/64 (113:112). 8. Lausanne 1,51/39/59 (108:115). 9. Lugano 1,50/42/63 (128:124). 10. Bern 1,26/42/53 (117:121). 11. Ambri-Piotta 1,17/42/49 (103:117). 12. SCL Tigers 0,74/43/32 (116:170). 13. Ajoie 0,44/41/18 (76:194).

  • Hat gut Lachen: HCD-Stürmer Yannick Frehner traf beim 4:3-Sieg gegen Bern doppelt Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
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  • Fribourgs Captain Julien Sprunger trifft gegen Biel und verbucht damit seinen 700. Skorerpunkt in der höchsten Schweizer Liga Bild: KEYSTONE/ANTHONY ANEX
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  • Auch mit den historischen Trikots können die SCL Tigers, hier mit Rober Mayer, die 13. Niederlage in Folge nicht verhindern Bild: KEYSTONE/MARCEL BIERI
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Keystone-SDA